Viggo Mortensen + George Clooney Zwei gegen Hollywood


Diese beiden sind Brüder im Geiste: Kurz vor Weihnachten starten Viggo Mortensen und George Clooney eine Verbalattacke gegen ihre Schauspielkollegen

Rote Teppiche, hohe Gagen, große Empfänge und weltweit Fans. Hollywood ist eine Traumfabrik und für unzählige Schauspieler das Ziel ihrer Träume. Nun stellen sich zwei Männer gegen eine der schillerndsten und mächtigsten Branchen der Welt: Die Schauspieler Viggo Mortensen und George Clooney fordern ihre Kollegen öffentlich auf, sich nicht ständig zu beschweren - und sind der Meinung, Schauspieler zu sein sei ein einfacher Beruf.

"Ich glaube, die Dinge, die man zu einem 'Celebrity-Lifestyle' zählt, sind ziemlich banal und abstoßend", sagte Viggo Mortensen im Interview mit dem "New York Times Style Magazine".

Er habe nicht viele Freunde im Business und sei der Meinung, dass Menschen, die nur irgendwo hingehen, um gesehen zu werden, sehr armselig und lächerlich sind. "Es scheint, nun ja, peinlich. Das Leben ist zu kurz".

Nicht minder entsetzt zeigt sich der "Herr der Ringe"-Star von Schauspielern, die nur wegen der hohen Gagen in großen Blockbustern mitspielen. Der 53-Jährige, der bereits seit 30 Jahren in der Filmbranche tätig ist, hat sich von ganz unten nach ganz oben gearbeitet - und weiß heute, seinen Erfolg und die positiven Nebenwirkungen zu schätzen.

Er hat einen kleinen Verlag gegründet, der sich auf Kunstbücher und Poesie spezialisiert hat, und tut nach Möglichkeit alles, der Scheinwelt Hollywood zu entfliehen.

Einen echten Seelenverwandten könnte Mortensen in seinem Kollegen George Clooney finden. Der Frauenschwarm und Hollywoodliebling gab gegenüber der britischen "Daily Mail" zu: "Schauspielern ist keine harte Arbeit. Ich habe mal in Kentucky Tabak geschnitten, um zu überleben. Das war harte Arbeit!"

Der als Oscar-Favorit gehandelte Schauspieler ist der Meinung, seine Kollegen hätten keinerlei Grund, sich zu beschweren. "Ich weiß noch, dass ich einmal Damenschuhe in einem Kaufhaus verkauft habe. Das war ein lausiger Job. Aber wenn man die Möglichkeit hat, an einem Tisch wie diesem (Anm.: bei einer Gala) zu sitzen, dann hat man viel Glück in seinem Leben gehabt".

Gegenüber dem "Hollywood Reporter" drückte sich Clooney besonders deutlich aus: "Ich erinnere mich daran, dass sich bekannte Stars in Hollywood darüber beklagten, wie schwer ihr Leben sei - ich wollte sowas nicht hören".

Zwei ehrliche Männer kontern Stars im Selbstmitleid - vielleicht bringen die anstehenden Feiertage ja auch den einen oder anderen Prominenten dazu, über sein Dasein nachzudenken.

kst

gala.de


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