Victoria Swarovski im Interview: "Ich kann knallhart ehrlich sein"

Die "Let's Dance"-Siegerin wird Jurorin beim "Supertalent". Dort muss sie an der Seite von Dieter Bohlen Tacheles reden. Das traut sich die lebensfrohe Schmuck-Erbin zu

Geschafft! Victoria Swarovski, 22, hat ihren Sieg bei "Let's Dance" und die Gunst der Zuschauer für sich genutzt.

In der neuen Staffel von "Das Supertalent" (RTL, ab 10.9., samstags, 20.15 Uhr) sitzt sie neben Dieter Bohlen und Bruce Darnell in der Jury und tritt damit in die Fußstapfen von Michelle Hunziker, Lena Gercke & Co. Dass sie jetzt dort steht, habe sie vor allem sich selbst zu verdanken, sagt sie GALA im exklusiven Interview. Denn obwohl Victoria dem berühmten Kristall-Clan entstammt, musste sie sich ihren Erfolg selbst erkämpfen.

Sie treten beim "Supertalent" in große Fußstapfen. Was weckt das für Gefühle?

Ich bin glücklich, denn das ist eine große Chance für mich. Und es macht verdammt viel Spaß, so viele Talente zu sehen – auch wenn viele Kandidaten komplett talentfrei sind. (lacht)

Was qualifiziert Sie für diesen Job?

Ich bin so, wie ich bin, lasse mich nicht verbiegen und habe meine eigene Meinung. Wenn ich etwas gut finde, dann sage ich das, andersherum genauso. Ich kann knallhart ehrlich sein. Außerdem bin ich ein gutes Pendant zu Dieter und Bruce.

Kritiker könnten sagen, dass Sie erst 22 Jahre alt sind und es Ihnen an Erfahrung fehlt.

Für eine 22-Jährige habe ich schon sehr viel durchgemacht. Von den Erfahrungen während "Let's Dance" mal abgesehen. (Anmerkung d. Red.: Victorias Schwiegervater in spe verunglückte im April bei einem Autounfall, seitdem kümmert sie sich mit um dessen Töchter, 17 und 19.) Ich war drei Jahre alleine ohne meine Familie in Los Angeles. Das war anfangs unglaublich hart. Außerdem bin ich ein Scheidungskind und in meiner Kindheit sehr viel umgezogen. Ich musste mir jedes Mal neue Freundschaften aufbauen. Natürlich hatte ich auch tolle Erfahrungen in der Jugend. Wir sind viel gereist, wodurch ich verschiedene Länder und Kulturen kennengelernt und Talente gesehen habe.

Gerade waren Sie selbst noch Kandidatin in einer Show ...

... und deswegen kann ich genau verstehen, wie sich die Menschen auf der Bühne fühlen. Ich weiß, wie aufgeregt sie sind und wie groß der Druck ist.

Hatten Sie im Vorfeld Ängste oder Zweifel?

Natürlich habe ich mir Gedanken gemacht. Ob ich es schaffe, den Kandidaten knallhart zu sagen, dass sie in dieser Show fehl am Platz sind, und wie der Umgang mit der Jury sein wird. Man wird wirklich ins kalte Wasser geschmissen. Zum Glück haben Bruce, Dieter und ich uns auf Anhieb gut verstanden.

Gab es auch schon peinliche Momente?

Absolut. Ich will nicht zu sehr ins Detail gehen, aber in manchen Momenten ist mir richtig übel geworden, weil die Performances so ekelig waren.

Wie haben Sie sich in den letzten Monaten verändert?

Gerade bei "Let's Dance" habe ich viel erlebt, was mich geprägt hat. Ich bin erwachsener geworden.

Wie oft sind Sie überhaupt noch zu Hause?

Momentan gar nicht. Ich war in den letzten Wochen mit Aufzeichnungen, Interviews etc. beschäftigt. Bald habe ich aber eine Woche Urlaub, worauf ich mich sehr freue.

Und wie ist das für Ihre Beziehung?

Das ist alles eine Frage der Organisation. Außerdem arbeitet mein Verlobter auch sehr viel und er weiß natürlich, dass ich meine Karriere gerade erst richtig aufbaue. Natürlich gibt es Momente, in denen ich mich einsam fühle. Dann komme ich abends in mein Hotelzimmer und kein Schwein ist da. Nach einem ewig langen Tag ist man ausgelaugt, möchte gerne mit jemandem reden, ist aber ganz alleine.

Wie läuft das Zusammenleben mit den Halbschwestern Ihres Verlobten?

Sie sind wie Schwestern für mich. Beiden geht es dementsprechend wirklich gut. Gerade sind sie viel bei meiner Familie, sind also gut aufgehoben. Meine Familie unterstützt mich, wo sie kann, wir haben ein sehr enges Verhältnis. Ich kann auch immer alles ansprechen, und keiner ist sauer. Dafür liebe ich meine Familie.

Was haben Sie von Ihren Eltern gelernt?

Mit beiden Beinen auf dem Boden zu bleiben und sich etwas Eigenes aufzubauen. Man kann sich heute auf niemanden verlassen. Für seine Träume sollte man kämpfen. Ich arbeite seit acht Jahren an meiner Karriere, und erst jetzt geht alles langsam auf. Ich glaube fest daran, dass man irgendwann ans Ziel kommt, wenn man dran bleibt – auch wenn es oft Momente gab, in denen ich mich gefragt habe, warum ich das alles überhaupt mache.

Das alles könnte ja auch schnell wieder vorbei sein ...

Denkt man über Negatives nach, zieht man es auch an. Ich denke lieber positiv.

Victoria Swarovski

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