Victoria Beckham: Da spielen wir nicht mit!

Die Umzugspläne von Victoria und David Beckham stoßen in England auf wenig Gegenliebe. Doch auch aus den eigenen Reihen kommt Protest

Sie sprechen Englisch mit amerikanischem Akzent.

Sagen "awesome" statt "terrific", kennen die Regeln von Baseball besser als die von Cricket, tragen lieber Shorts und Flipflops als gestreiften Schlips zur dunkelblauen Schuluniform. Kurz: Die Beckham-Boys sind der Albtraum der britischen Oberklasse. Seit bekannt wurde, dass ihre Mutter Victoria bei einem Info-Besuch durch die heiligen Hallen der altehrwürdigen Jungsschule Haberdashers' Aske's - gegründet 1690 und Kaderschmiede für die Universität Oxford - gestöckelt war, befindet sich das Elite-Institut in Aufruhr.

Paar-Posen

Armdrücken und Wangenpressen

Jennifer Aniston hat sehr gern kumpelhaft ihre Hand auf der Schulter ihres Mannes Justin Theroux.
Welche Schulter ihr Justin anbietet, ist egal, Hauptsache Jennifer hat ihre Hand drauf.
Verliebte Blicke wirken mit Jens Hand auf Justins Schulter besonders lässig.
Liebespartner und Freunde: Jennifer und Justin zeigen auch auf dem roten Teppich, wie das aussieht.

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"Die Beckhams sind doch aus der Arbeiterklasse", echauffiert sich stellvertretend die Mutter eines Schülers auf www.mumsnet.com, einer beliebten britischen Homepage, die sich mit Kindererziehung beschäftigt.

Die Pläne der Beckhams, nach Davids Vertragsschluss bei LA Galaxy Ende 2011 nach England zurückzukehren, stoßen auf erstaunlich wenig Gegenliebe. Sogar in der Fußballwelt hält sich der Jubel in Grenzen. Zwar schätzt man Davids Verdienste, doch Nationalcoach Fabio Capello hat deutlich gemacht, dass er den einstigen Kapitän als Mann der Vergangenheit sieht. Die größte Gegenwehr jedoch kommt aus den eigenen Reihen:

Die drei Beckham-Söhne wollen schlicht nicht zurück. Cruz, 6, ist in Madrid geboren, er und Romeo, 8, kennen England nur aus den Ferien. Die beiden und ihr Bruder Brooklyn, 12, ziehen das Leben in Kalifornien, die Sonne und ihre amerikanischen Freunde dem altmodischen, regnerischen England vor. "Die Jungs sind sehr glücklich in Los Angeles", bestätigte David Beckham im Gala-Interview. Sogar kleine US-Patrioten sind sie geworden: Mit der rechten Hand über dem Herzen singen die Beckham-Kids inbrünstig mit, wenn ihr Vater für LA Galaxy Fußball spielt und vor dem Match die amerikanische Nationalhymne erklingt.

Droht also ein Familienkrieg? Freunden zufolge befürchtet Victoria, ihre Söhne könnten zu "Beverly-Hills-Gören" werden: "Sie hasst die Vorstellung, dass sie hochnäsig und verwöhnt werden, wie viele amerikanische Kids." Ihr viertes Kind, eine Tochter, die im Sommer zur Welt kommt, soll in England aufwachsen. Doch die Auseinandersetzung mit den Söhnen, der bevorstehende Umzug nach Europa, die viele Arbeit für ihr in London ansässiges Modeunternehmen - all das zehrt an Victorias Kräften.

Blass sieht sie aus, und obwohl sie schon im siebten Monat schwanger ist, deutet sich erst jetzt ein kleiner Babybauch an. Emotional ist die 37-Jährige hin- und hergerissen. "Der Lebensstil in Amerika entspricht meiner Persönlichkeit", gab Victoria kürzlich im Interview mit der britischen "Vogue" zu.

Trotzdem leiden sie und David unter Heimweh. Als der 35-Jährige im Januar und Februar mit dem britischen Club Tottenham Hotspur trainierte, schwärmte er auf seiner Homepage: "Ich habe eine tolle Zeit in London, es ist schön, wieder zu Hause bei Freunden und Familie zu sein. Ich kann sogar regelmäßig mein Leibgericht essen: Fleischpastete mit Kartoffelbrei." Um auch in Los Angeles nicht auf solche Köstlichkeiten verzichten zu müssen, ging der Fußballer dort vergangene Woche wieder mal ausgiebig in einem britischen Spezialitätengeschäft shoppen. Seinen Söhnen kaufte er unter anderem 36 Schokoriegel der Firma Cadbury. Ein verzweifelter Versuch, den Jungs die Rückkehr nach England zu versüßen?

Stefanie Richter

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