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Verona Pooth über Sohn Diego "Jetzt wohnt er auf 18 m²"

San Diego Pooth und seine Mutter Verona Pooth.
San Diego Pooth und seine Mutter Verona Pooth.
© Gartner / imago images
Verona Pooth über das neue Leben von San Diego in den USA – und wann sie ihren Sohn zu Hause am meisten vermisst.

Seit dem Sommer sind die Pooths in ihrem Familienhaus in Meerbusch bei Düsseldorf nur noch zu dritt: San Diego, 18, Veronas ältester Sohn, versucht an der IMG-Sportakademie in Florida seinen Traum von einer Karriere als Profigolfer zu verwirklichen. Jetzt haben ihn Verona, 53, Papa Franjo, 52, und sein Bruder Rocco, 10, zum ersten Mal besucht.

Verona Pooth im GALA-Interview: "Es war so schön, Diego wieder in die Arme zu schließen"

GALA: Verona, wie war Ihr Wiedersehen?
Verona Pooth: Es war so schön, Diego endlich wieder in die Arme zu schließen! Er ist tatsächlich noch ein Stück gewachsen: Er ist jetzt 1,95 Meter – wenn ich ihn umarmen will, muss ich mich auf die Zehenspitzen stellen.

Wie ging es Franjo und Rocco?
Franjo hat sich gefreut, seinen "Wing-man" wiederzuhaben. Und Roccolito klebte an seinem großen Bruder wie ein Pandabär mit Klettverschluss, wie man sie an Tankstellen kaufen kann. Diego hat ihn die meiste Zeit wie ein Äffchen rumgetragen. Er hat sich schon verändert, ist viel geduldiger und reifer geworden. Die beiden waren ein Herz und eine Seele – bis der Kleine wieder eins draufgekriegt hat ... (lacht)

Mama Verona vermisst ihren Diego sehr

In welchen Momenten fehlt Ihnen Diego am meisten?
Das Schlimmste ist, an seinem leeren Zimmer vorbeizugehen. Das war ja immer mit so viel Leben gefüllt, und überall standen seine Sachen herum. Jetzt ist alles wie geleckt, total aufgeräumt. Fast wie ein Museum.

Hat er seine Familie denn auch vermisst?
Wenn ich ehrlich bin: Gar nicht! (lacht) Die Academy ist jetzt sein Zuhause. Er teilt sich mit einem anderen Schüler 18 Quadratmeter – so groß ist gerade mal mein Badezimmer! Aber Diego fühlt sich anscheinend sehr wohl mit Neonlicht und ohne die Chance, das Fenster zu öffnen. Er sagt: "Ich hab hier die Zeit meines Lebens!"

"Diego ist sehr fokussiert darauf, Profigolfer zu werden"

Hat er schon eine Freundin?
Von einer festen Freundin hat er uns nichts erzählt, aber natürlich gibt es viele hübsche Sportlerinnen, die zu seinem Freundeskreis zählen. Diego ist sehr fokussiert darauf, Profigolfer zu werden, das ist sein absoluter Traum. Franjo sagt: "Das war mir vorher gar nicht so klar, wie ernst er das Ganze meint ."

Wie sieht sein Alltag jetzt aus?
Um halb sechs ist Wecken angesagt, danach geht es direkt fünf Stunden auf den Golfplatz. Alle tragen die Kleidung der Academy, private Klamotten sind nicht erlaubt. Der größte Teenager der Welt – 2,33 Meter – ist auch an der IMG, ein Basketballer. Dem geht Diego bis zur Kniescheibe. Es gibt eine Riesenmensa, allerdings gibt es da nur "Chappi" zu essen. Als wir mit Diego unterwegs waren, hat er ständig übers Essen geredet: "Ihr müsst mir nichts kaufen – wir müssen nur schön essen gehen!" 

Was sagt Rocco zum neuen Leben seines Bruders?
Er hat sich gewundert, dass Diego nach unserem Besuch freiwillig zurück in seine 18 Quadratmeter mit Neonröhre will. "Findest du es wirklich schöner hier?", hat er ihn gefragt. Er fand es komisch, dass Diego diese Umgebung vorzieht, anstatt gemütlich bei Mama und Papa zu wohnen. Aber Roccolito ist ja auch erst zehn, natürlich braucht er noch sein Kinderzimmer, seinen kleinen Hund Piccolina und uns.

Er bewundert Diego doch sicher?
Klar, weil er sich getraut hat, so weit weg von zu Hause ein neues Leben anzufangen.

Gala


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