Verona Pooth im Interview: Er war "freundlich, korrekt und zuvorkommend"

Verona Pooths Fahrer und Bodyguard Jens H. wurde festgenommen. Er soll seine Frau ermordet haben. Nun spricht der TV-Star über das Drama

Liebe Verona, wie haben Sie die Mordanklage gegen Ihren Fahrer und Bodyguard Jens H. aufgenommen?

Es hat mich natürlich sehr schockiert und es macht mich auch traurig, was für ein großes Loch er in seine Familie und die seiner Frau gerissen hat. Ich habe seine Frau zwar nicht gekannt, aber er hat immer mal wieder über sie gesprochen. Sie arbeitete bei ihm in der Firma mit.

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Wie lange kannten Sie Jens H. schon?

Ich habe Jens vor knapp einem Jahr kennen gelernt. Er hatte sich angeboten, für mich als Security und Fahrdienst zu arbeiten. Anfang des Jahres habe ich ihn zum ersten Mal beschäftigt. Er hatte eine eigene Limousine und war sehr zuverlässig und pünktlich. Ich habe ihn dann auch Auftraggebern und Kunden empfohlen, die mich z.B. für Fotoshooting gebucht haben. Ich habe ihm vertraut.

Wie wirkte er menschlich auf Sie?

Sehr angenehm. Wenn er mich morgens zu Fotoshootings abholte, wartete immer schon ein Kaffee für mich im Auto, das fand ich sehr nett. Überhaupt habe ich ihn immer als sehr freundlich, korrekt und zuvorkommend erlebt. Wenn bei einem Dreh das Team Hunger hatte, fuhr er schon mal schnell zu McDonalds und besorgte für alle Burger. Er hat immer gerne gelacht, war stets gut gelaunt, eben ein Rheinländer.

Hat Jens H. auch Ihre Familie beschützt?

Er hat hin und wieder auch meine Kinder gefahren. Für sie war er immer nur der nette Jens. Wenn ich mal wieder länger brauchte, ist er schon mal mit ihnen zur Tankstelle um die Ecke gefahren, um für die Wartezeit ein Eis zu kaufen. Gerade mein älterer Sohn war sehr interessiert an ihm: ein Bodyguard verkörpert für Jungs etwas Faszinierendes. Wenn man überlegt, wie sehr man jemandem vertraut, nur weil er die Bezeichnung „Security“ trägt, kann einem im Nachhinein schon mulmig werden. Ich hätte nie gedacht, welches Gewaltpotenzial in ihm schlummern könnte.

Werden Sie weiterhin Bodyguards engagieren?

Ich habe seit 15 Jahren mit Security und Bodyguards zu tun. Nicht, weil ich mich so wichtig nehme, sondern weil es immer auffällige Menschen in der Masse geben kann. Ich habe nun mal einen sehr hohen Bekanntheitsgrad in Deutschland. Denken Sie doch nur an Monica Selez oder Wolfgang Schäuble. Deshalb werde ich mich auch weiter auf Security verlassen. Man kann eben niemandem hinter die Stirn schauen.

Ich möchte mein tiefstes Beileid allen Angehörigen beider Familien aussprechen.

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