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Verona Pooth über ihre demenzkranke Mutter (†80) "Sie hat mich gerne geschockt"

Verona Pooth
© Getty Images
Offen wie nie zeigt sich Verona Pooth in ihrem neuen Podcast mit Sohn Diego. Das Mutter-Sohn-Duo tauscht sich regelmäßig über Geschichten aus dem Familienleben aus. Dabei darf es auch einmal ernst werden. In der aktuellen Folge erzählt die TV-Ikone, wie sehr die Demenzkrankheit ihrer inzwischen verstorbenen Mutter sie belastet hat.

Verona Pooth, 52, nimmt kein Blatt vor den Mund im "Poothcast" mit San Diego, 16. Unterhaltsam plaudern Mutter und Sohn über Themen, die sie bewegen und scheuen sich nicht, amüsante Geschichten aus dem Familien-Nähkästchen auszuplaudern. Dabei stimmt die Moderatorin allerdings auch einmal wehmütige Töne an, besonders wenn es um ihre 2015 verstorbene Mutter Luisa Feldbusch (†80) geht.

Verona Pooth: "Sie hat den Fokus auf mich gerichtet, um mir eins auszuwischen"

"Lutschi", wie die Familie die Seniorin liebevoll nannte, litt vor ihrem Tod an Demenz und machte es ihrer Tochter in dieser Zeit offenbar nicht leicht. "Irgendwie hatte sie den ganzen Fokus auf mich gerichtet, um mir immer eins auszuwischen“, erinnert sich Verona.

Ein Vorfall hätte ins Auge gehen können. Oma Luisa schenkt ihrem damals sechsjährigen Enkel zum Geburtstag einen kleinen Säbel. Verona muss das gefährliche Spielzeug einkassieren. "Sie hat gerne mich geschockt – persönlich mich, die Tochter!", begründet Verona immer noch empört das merkwürdige Geschenk. "Man schenkt doch seinem 6-Jährigen Enkelkind keinen Säbel, der auch wirklich funktioniert", empört sich die 52-Jährige noch heute.

"Lutschis" kleine Provokationen sind auch Diego noch in Erinnerung: "Egal was passiert ist, so lange es dich provoziert hat, war es für sie perfekt.“

"Gelacht haben wir ja doch viel"

Doch trotz der oft schweren Situation im Austausch mit der demenzkranken Mutter: Verona ist sich immer über die Ursprünge ihres Handelns bewußt. "Sie war ein Revoluzzer und hat sich nichts sagen lassen." Durch die Krankheit "verschob sich das ganze Bild zur Realität", weiß sie rückblickend.  

Liebevolle Versöhnlichkeit überkommt die Moderatorin, wenn sie an die schönen Momente mit ihrer Mutter denkt. "Gelacht haben wir ja doch viel", sagt sie, "und jedes Mal, wenn wir gegangen sind, hat sie meine Hand geküsst und mir gesagt, wie lieb sie mich hat – aber der ganze Tag hat mich so viel Nerven gekostet".

Franjo Pooth war ihr "Engel"

Mitleidender ist in diesen Momenten Ehemann Franjo Pooth, 51. "Der arme Papi hat auch Federn gelassen", erklärt Verona ihrem Ältesten, obwohl der mit der Schwiegermutter offenbar auch in dieser schweren Zeit wunderbar zurechtkommt. "Franjo hat mit seiner witzigen, sensiblen Art als Einziger meine Mutter immer zum Lachen gebracht." Luisa nennt ihn sogar "Angelo", italienisch für "Engel".  

Am 21. November 2020 jährt sich "Lutschis" Todestag zum fünften Mal. Nun ist sie der Engel, der über die Familie wacht, vielleicht manchmal mit einem kritischen Auge, aber ganz sicher mit viel Liebe und mit einem Lächeln auf den Lippen.

Verwendete Quelle:"Poothcast" (Audio Now) 

ama Gala

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