VEGDOG-Gründerin aus "Die Höhle der Löwen": "Hass-Kommentare perlen inzwischen an uns ab"

In der 10. Ausgabe von "Die Höhle der Löwen" überzeugte das Start-Up VEGDOG Dagmar Wörl mit seinem veganen Hundefutter. Im Netz hagelte es etliche Hass-Kommentare. Gründerin Tessa Zaune-Figlar hat GALA nun erzählt, was sie davon hält 

VEGDOG-Gründerin Tessa Zaune-Figlars Hund Nelson brachte sie auf die Idee für das Start-Up

Das Start-Up VEGDOG geht als einer der Gewinner aus der 10. Ausgabe der Vox-Sendung "Die Höhle der Löwen" heraus. Die Gründerinnen Tessa Zaune-Figlar und Valerie Henssen überzeugten Dagmar Wörl, 64, mit ihrem veganen Hundefutter. Doch die fleischlose Futter-Alternative stieß nach Deal-Abschluss nicht nur auf positive Resonanzen. Im Netz hagelte es etliche Hass-Kommentare. Tessa sprach mit GALA über den Umgang mit solchen Kommentaren und verrät, wieso ihr kranker Hund nur durch vegane Ernährung überleben konnte.

VEGDOG-Futter kommt bei vielen gut an

Der Deal von 150.000 Euro für 20 Prozent Firmenbeteiligung wurde gerade frisch eingetütet und schon blinkt das Handy und das Mail-Postfach quillt über. Gründerin Tessa freut sich, weil sie nun etliche Neu-Anfragen zum Futter habe. Auf die Frage nach den Zuschauer-Reaktionen antwortet sie, das diese "erstaunlich positiv waren" und meint: "Da sind wir mehr Gegenwind gewohnt. Klar gab es auch die üblichen kritischen Kommentare, aber die positiven überwiegen deutlich.

User auf Twitter: "VEGDOG, das ist doch Tierquälerei"

Doch so "üblich kritisch" waren die Sprüche nicht. Besonders auf Twitter schrieben sich die Leute die Finger wund und meckern: "VEGDOG, das ist doch Tierquälerei" oder "Veganes Futter für Hunde? Die Welt ist offiziell am Abgrund angekommen." Solche Kommentare sind hart und gehen an keinem spurlos vorbei, doch Tessa gibt sich zuversichtlich: "Diese Art von Hasskommentaren blenden wir inzwischen aus."

Wir versuchen nicht mehr mit solchen Leuten in einen Dialog zu treten, da wir die Erfahrungen gemacht haben, dass sie sowieso nicht offen für neue Wege und Entwicklungen sind.

Vegane Ernährung: Rettung für kranken Hund Nelson

Die Gründerin müsse nur ihren Hund Nelson anschauen und weiß, dass sie alles richtig gemacht habe. Nelson erkrankte vor sieben Jahren an einer Futterunverträglichkeit – der Startschuss für den Grundgedanken von VEGDOG. Der ärztlich empfohlene Verzicht auf tierische Eiweiße hat ihm wohl das Leben gerettet. Und auch das VEGDOG-Futter hat ihm geholfen. "Wäre das Futter nicht hochwertig und bedarfsdeckend, hätte er so ein Alter niemals erreicht", gibt Tessa zu verstehen.

VEGDOG-Gründerinnen Tessa Zaune-Figlar und Valerie Henssen (v.l.) mit Hund Nelson

Judith Williams bemängelt: "Zu viele Zusatzstoffe in VEGDOG"

VEGDOG: Gut oder nicht? Die Löwen-Juroren waren sich jedenfalls nicht einig. Dagmar Wörl ist als einzige den Deal eingegangen. Die anderen hatten einige Bedenken. Besonders , 46, bemängelt, dass zu viele Zusatzstoffe im Futter enthalten wären. Doch Tessa Zaune-Figlar gibt Entwarnung: "In jedem Alleinfutter, sei es mit Fleisch oder ohne, sind Vitamine und Spurenelemente zugesetzt, um eine Bedarfsdeckung zu gewährleisten." 

Die empfindlichen Vitamine und Mineralien gehen beim Herstellungsprozess teilweise verloren, weshalb auf einen Zusatz nicht verzichtet werden kann. 

Deshalb ist VEGDOG das beste vegane Hundefutter

Die Juroren , 59, und Ralf Dümmel, 51, bemängeln, dass VEGDOG leicht zu kopieren sei und Dümmel verweist auf den hart umkämpften Hundefuttermarkt. Wie kann sich die noch recht junge Marke da also durchsetzen? Tessa erklärt, dass VEGDOG sich inzwischen einen Namen gemacht habe, "der für Qualität und Fachwissen steht." Außerdem haben sie in "ein ganzes Jahr Entwicklungsarbeit investiert und dadurch einen enormen Vorsprung, was die Fachexpertise angeht." Bleibt also abzuwarten, ob sich der Marktwert des Start-Ups noch steigern wird.

Höhle der Löwen 2018

Die Highlights der Show

Max Krämer und Baris Özel aus Osnabrück präsentieren mit "Bugfoundation" einen Burgerpatty aus Insekten. Sie erhoffen sich ein Investment von 225.000 Euro für 7,5 Prozent der Anteile an ihrem Unternehmen.
Die Investoren Carsten Maschmeyer und Ralf Dümmel beraten, ob und wieviel sie in "Smartsleep" investieren wollen.
André Reinegger aus Aachen präsentiert mit "Plankpad" Planken und Spielen in einem. Er erhofft sich ein Investment von 50.000 Euro für 15 Prozent der Anteile an seinem Unternehmen.
Die Investoren Dagmar Wöhrl und Ralf Dümmel nehmen die Burger von "Bugfoundation" genau unter die Lupe.

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Verwendete Quellen: eigene Recherche, "Die Höhle der Löwen" 

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