Vanessa Mai: Bittere Abrechnung mit der Musikbranche

Sie hat die Schlagerbranche im Sturm erobert. In nur vier Jahren sang sich Vanessa Mai an die Spitze der Charts, doch so steil die Karriere für die 27-Jährige auch war, so sehr litt sie darunter.

Höher, schneller, weiter – nach diesem Motto verliefen die vergangenen vier Jahre für Vanessa Mai, 27. Mit Hits wie "Ich sterb für dich" und "Ich vermiss dich so" sang sie sich in den Schlagerolymp. Doch irgendwann, da machten Körper und Seele einfach schlapp – Vanessa gelangt an den vorzeitigen Tiefpunkt ihrer Karriere. Sie muss ihre Konzerttour durch die Arenen Deutschlands absagen. Wie sehr sie in der harten Musikbranche unter die Räder gekommen ist, das verriet sie jetzt im Interview mit "Bild."

Vanessa Mai war an ihrem persönlichen Tiefpunkt angelangt

"Es gab eine Zeit in diesem Jahr, da ging es mir wirklich nicht gut. Ich hatte zwar Erfolge, war aber trotzdem unglücklich", erinnert sich die Sängerin an die dunklen Momente der vergangenen Monate. Vor allem der ständige Erfolgsdruck machte ihr sehr zu schaffen. "Ich fühlte mich sehr unter Druck gesetzt, dabei wollte ich nur Musik machen. Es ging nur noch um schneller, höher, weiter. Dieser Erfolgsdruck hat mich zermürbt." Als Burnout bezeichnet sie ihren Zustand selbst nicht, wohl aber gesteht sie ganz ehrlich: "Ich fühlte mich nur noch leer und war unendlich traurig." 

Der Druck der Branche zerfleischte Vanessa

Zu der inneren Leere, die sie zu zerfressen drohte, gesellte sich noch ein anderes Gefühl, das nicht weniger schlimm war: Selbstzweifel. "Ich fing an, mich mit anderen Sängerinnen zu vergleichen und dachte, dass alle besser waren als ich. Darüber wurde ich unzufrieden mit allem", gesteht die 27-Jährige.

Alles neu im kommenden Jahr

Beenden will Vanessa Mai ihre Karriere aber noch lange nicht – im Gegenteil. Für das kommende Jahr hat die Sängerin große Pläne. Ein neues Album, ein TV-Film und eine Tournee sind bereits in Planung. Dafür hat Vanessa sich von ihren Beratern getrennt, arbeitet aktuell nur noch mit ihrem Manager und Ehemann Andreas zusammen. "Jetzt ist es für mich wieder wie am Anfang meiner Kariere: Mein Manager und Ehemann Andreas und ich entscheiden alles selbst. Und das fühlt sich gut und richtig an", freut sich Vanessa.

Verwendete Quelle: Bild

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