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Vanessa Hessler Alice vor dem Aus

"Alice"-Werbegesicht Vanessa Hessler trauerte öffentlich um Diktatorensohn Mutassim Gaddafi und sprach in einem Interview von der Liebe zwischen den beiden. Jetzt muss sie um ihren Job bangen

Als "Alice" wurde Vanessa Hessler berühmt, ihr hübsches Gesicht, die langen Locken und ihre makellose Figur bescherten Telefonanbieter "Telefónica" Millionen - und Hessler ungewohnt viel Aufmerksamkeit. Doch jetzt hat ihre Bekanntheit einen Haken: Denn in einem umstrittenen Interview sprach sie nun von ihrer Beziehung mit dem Sohn des libyschen Diktators Muammar Gaddafi. Ihr Arbeitgeber ist davon wenig begeisert.

In einem Interview mit der italienischen Zeitschrift "Diva e Donna" war die 23-Jährige in Tränen ausgebrochen und hatte ihre vierjährige Beziehung zu Mutassim Gaddafi offenbart. Gaddafi war beim Sturz des Regimes ebenso wie sein Vater umgebracht worden.

Zwar endete die Liebschaft des Models mit dem Diktatoren-Sprössling bereits vor den politischen Unruhen in Libyen, doch trifft der Tod ihres Ex-Freundes das erfolgreiche Model dennoch schwer. "In diesem Moment widert mich alles an, außer Libyen", soll Hessler einem "Stern"-Bericht zufolge gesagt haben. Weiterhin nahm sie die Familie ihres Exfreundes in Schutz: "Seine Familie, seine Brüder sind nicht so, wie sie immer dargestellt werden. Das sind ganz normale Menschen“.

Der Diktatorensohn Mutassim Gaddafi war vier Jahre mit Hessler liiert und wurde am 20. Oktober 2011 von Rebellen getötet.
Der Diktatorensohn Mutassim Gaddafi war vier Jahre mit Hessler liiert und wurde am 20. Oktober 2011 von Rebellen getötet.
© Picture Alliance

Schwere Anschuldigungen erhob das Model gegen die Rebellen, die Mutassim Gaddafi am 20. Oktober ermordeten. Sie würden nicht wissen, was sie tun, und überhaupt sei ihr das libysche Volk "gar nicht so arm vorgekommen".

Ob diese Äußerungen Folge eines gebrochenen Herzens oder naiver Unüberlegtheit sind, weiß nur Vanessa Hessler selbst. Ihr Arbeitgeber fordert sie nun jedoch mit aller Dringlichkeit auf, den entstandenen Imageschaden zu beheben. Nach Informationen verschiedener Medien fordert ihr Arbeitgeber "Telefónica" nun eine öffentliche Stellungnahme des "Alice"-Testimonials, in der Hessler sich von ihren umstrittenen Aussagen distanziert.

Der "Telefónica"-Unternehmenssprecher Albert Fetsch sagte am Sonntag laut "Welt" der Nachrichtenagentur "Dpa", es handele sich um Hesslers private Aussagen, die in keiner Weise der Position des Unternehmens entsprechen. Zu einer Weiterbeschäftigung des Models für Telefónica könne er noch nichts sagen, "alles ist in Prüfung".

Sicher ist, dass ihre berufliche Zukunft sehr unter diesem emotionalen Ausbruch gelitten hat. Ob Vanessa Hessler auch weiterhin als "Alice" in den Medien erscheinen wird, bleibt abzuwarten.

kst

gala.de

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