Uli Hoeneß: Und abends ins Stadion

Um unglaubliche 27 Millionen Euro an Steuerhinterziehung geht es am zweiten Prozesstag gegen Uli Hoeneß mittlerweile. Der Bayern-Präsident zeigte sich trotzdem abends im Stadion

Er hat die Trainingsjacke an und trägt den Fan-Schal um den Hals, als wäre nichts gewesen: Uli Hoeneß hat sich am Dienstagabend (11. März) auf der Tribüne im Stadion in München gezeigt, wo der FC Bayern München auf den FC Arsenal aus London traf. Hoeneß wollte es sich offenbar nicht nehmen lassen, das Champions-League-Spiel persönlich zu verfolgen, wie Fotos zeigen .

Dabei sollte der Bayern-Präsident eigentlich andere Sorgen haben: Mittlerweile geht es im Prozess gegen ihn wegen Steuerhinterziehung um die stolze Summe von mindestens 27 Millionen Euro. Die Staatsanwaltschaft war in ihrer Anklage am Montag (10. März) erst von 3,5 Millionen ausgegangen, Hoeneß bekannte sich dann persönlich zu 18,5 Millionen hinterzogenen Steuergeldern. Die vorläufigen Ergebnisse der Steuerfahnder brachten am zweiten Prozesstag nun jedoch eine Summe von 27 Millionen Euro ins Spiel - unter anderem laut "spiegel.de" eine Mindestschätzung der Fahnder. Hoeneß habe auch nicht ausreichend mit den Ermittlern kooperiert. Wie zahlreiche Medien berichten und einschätzen, wird eine Bewährungsstrafe für ihn damit immer unwahrscheinlicher.

Der 62-Jährige verfolgte das Geschehen vor Gericht allein auf der Anklagebank und schlug laut "bild.de" zwischendurch die Hände vors Gesicht. Der Prozess ist noch bis Donnerstag (13. März) angesetzt, es kann jedoch sein, dass dann noch kein Urteil fällt und das Verfahren verlängert werden muss. Für Uli Hoeneß bedeutet das, dass er noch weitere Tage vor einer Gefängnisstrafe zittern muss. Ausflüge ins Stadion sind dann nicht mehr drin.

Themen

Mehr zum Thema

Star-News der Woche