Uli Hoeneß: Schreck vor Haftantritt

Kurz vor dem Antritt seiner Haftstrafe wegen Steuerhinterziehung wurde Uli Hoeneß von einem Erpresser bedroht. Ein Tatverdächtiger konnte festgenommen werden

Schwere Zeiten für Uli Hoeneß bereits vor Haftantritt: Wie eine Pressemitteilung der Polizei Oberbayern bestätigt, erreichte den 62-Jährigen am Samstag (10. Mai) ein mehrseitiges Erpresserschreiben. Darin wurden ihm "erhebliche Schwierigkeiten" in der Haft angedroht, wenn er nicht bereit sei, einen Geldbetrag in sechsstelliger Höhe zu zahlen. Wie "bild.de" bereits vorab berichtete, soll es sich um genau 200.000 Euro gehandelt haben. Der Erpresser behauptete in dem Schreiben, Einfluss auf den Haftverlauf des Ex-Bayern-Managers zu haben, "egal, in welcher bayerischen Justizvollzugsanstalt" dieser die Haft werde verbüßen müssen.

Die Familie Hoeneß habe umgehend die Polizei eingeschaltet, die am Abend des 10. Mai im Zuge einer fingierten Geldübergabe einen 50-jährigen Tatverdächtigen aus München festnehmen konnte. Dem Bericht der Polizei zufolge habe dieser versucht, mit einem Fahrrad zu fliehen und sei dabei gestürzt. Bei dem Tatverdächtigen soll es sich nach Informationen von "focus.de" um einen ehemaligen Gefängnisinsassen handeln, der also tatsächlich entsprechende Kontakte zu noch einsitzenden Häftlingen haben könnte, wie ein Sprecher der Polizei Rosenheim gegenüber der Website erklärte. Die Drohungen des Täters hätten "Hand und Fuß" gehabt, weshalb man sie so ernst genommen habe.

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Ob Uli Hoeneß während seiner Zeit im Gefängnis nun tatsächlich Schaden durch Mitgefangene erwarten müsse, werde derzeit geprüft. Der Termin für den Haftantritt wurde noch nicht bekannt gegeben. Uli Hoeneß hatte nach Informationen von "Focus" vor einigen Tagen bereits Einspruch gegen seine vorgesehene Inhaftierung in der JVA Landsberg eingelegt. Er sei mit dem im April stattgefundenen "Tag der offenen Tür", bei dem Medien einen Einblick in das Gefängnis hatten werfen können , nicht einverstanden und sehe seine Privatsphäre verletzt. Ob der Wunsch nach einem Wechsel des Gefängnisses in Zusammenhang mit dem Erpresserschreiben stand, ist nicht bekannt.

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