Uli Hoeneß: Keine Revision: Stars begrüßen Urteil

Der wegen Steuerhinterziehung verurteilte Uli Hoeneß verzichtet auf eine Revision und akzeptiert die Haftstrafe von dreieinhalb Jahren. Zudem tritt er mit sofortiger Wirkung als Präsident und Aufsichtsratschef des FC Bayern München zurück. Stars wie Wolfgang Joop hatten bereits im Vorfeld das Urteil des Landgerichts München begrüßt

In einer persönlichen Erklärung teilte Uli Hoeneß am Freitagvormittag (14. April) mit, dass er in seinem Steuerprozess auf eine Revision verzichtet und damit seine Haftstrafe von dreieinhalb Jahren antritt. "Das entspricht meinem Verständnis von Anstand, Haltung und persönlicher Verantwortung. Steuerhinterziehung war der Fehler meines Lebens. Den Konsequenzen dieses Fehlers stelle ich mich", so Hoeneß. Den Entschluss habe er nach Gesprächen mit seiner Familie gefasst.

Zudem wird Hoeneß mit sofortiger Wirkung als Präsident und Aufsichtsratschef des FC Bayern zurücktreten. "Ich möchte damit Schaden von meinem Verein abwenden. Der FC Bayern München ist mein Lebenswerk und er wird es immer bleiben", erklärte Hoeneß.

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Der 62-Jährige war am Donnerstag (13. März) wegen der Hinterziehung von mindestens 28,5 Millionen Euro Steuern verurteilt worden.

Das Urteil gegen Hoeneß ist allerdings noch nicht rechtskräftig. Zudem hat die Staatsanwaltschaft noch die Möglichkeit, Revision gegen das Urteil des Landgerichts München einzureichen. Sie hatte eine Haftstrafe von fünfeinhalb Jahren für Hoeneß gefordert. "Wir werden das Anfang nächster Woche entscheiden", sagte Sprecher Ken Heidenreich am Freitag.

Seine Haftstrafe wird Hoeneß nicht umgehend antreten müssen. "Es wird sicherlich noch einige Wochen in Anspruch nehmen, bevor er in Haft gehen wird", sagte die Sprecherin des Oberlandesgerichts München, Andrea Titz laut "focus.de".

Nach der Urteilsverkündung am Donnerstag hatten sich auch zahlreiche Prominente zu Wort gemeldet. Modedesigner und "Germany's Next Topmodel"-Juror Wolfgang Joop begrüßte das Urteil. "Ich habe kein Mitleid mit Uli Hoeneß. Wer so privilegiert verdient und sich als Vorbild aufspielt, sollte auch ordentlich Steuern zahlen. Es gibt nichts Dümmeres, als den Staat zu bescheißen", sagte Joop der "Bild"-Zeitung.

Auch Sonya Kraus meldete sich zu Wort. "Ich finde das Urteil richtig. Er ist meines Empfindens im Vergleich zu vielen kleinen Steuersündern noch sehr glimpflich davon gekommen". Schauspieler Ben Becker findet die Haftstrafe für Hoeneß zu gering. "Wer so viel Steuern hinterzieht, der müsste eigentlich noch viel mehr kriegen, gerade er als Saubermann, für den er sich immer ausgegeben hat".

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