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Über Rudi Assauer (†) Sophia Thomalla schreibt offenen Brief

Sophia Thomalla
© Getty Images
Was Sophia Thomalla von ihrem Ziehvater Rudi bleibt, bringt sie selbst in einem offenen Brief auf "Bild.de" zu Wort

Auf Instagram kündigt Moderatorin Sophia Thomalla, 29, mit einem privaten Familienfoto ihren offenen Brief an. Darauf zu sehen: eine junge Sophia mit blonden Strähnchen liebevoll umarmt von Ziehvater Rudi Assauer († 74). Von 2000 bis 2010 war der ehemalige Fußballprofi mit Mutter Simone Thomalla, 53, liiert. Damals war klein Sophia zwischen 10 und 20 Jahren alt – eine prägende Zeit für jeden Menschen. 

Er hat nicht nur den Verein geliebt, er hat auch seine Töchter geliebt. Und uns. Das weiß ich. (Sophia Thomalla)

Sophia Thomalla bereut ihren Kontaktabbruch mit Rudi Assauer

Rudi Assauer ist der Mann, den sie "ständig grundlos ankrähte, einfach nur deshalb, weil sie 14 Jahre alt und ein pubertierendes Gör war". In ihrem emotionalen ersten Posting nach der Todesmeldung gibt die heute erwachsene Sophia zu, einen Fehler gemacht zu haben: "Jahrelang habe ich mir eingeredet, es ist die bessere Entscheidung, sich nicht um den Kontakt zu bemühen. Jetzt werde ich 30 und muss rückblickend feststellen, dass ich es bereue. Ferner muss ich feststellen, dass das Leben zu kurz ist."

Sophias Wiedergutmachung: ein offener Brief

Ein Fehler, der offenbar an Sophia nagt. Denn der Verlust eines geliebten Menschen trifft Freunde und Angehörige oft hart und lässt sie ohnmächtig zurück. Gegen diese Fassungslosigkeit und Reue hat Sophia ein heilbares Gegenmittel: einen offenen Brief. Auf "Bild.de" schreibt sie sich auf Rudis ehemaligem "Chefsessel" die Seele vom Leib.

Darin beschreibt Sophia Thomalla den rauchenden Rudi in seiner Geschäftsstelle auf Schalke: "Beine über Kreuz, immer wieder Zigarrenreste ausspuckend. Dazu gab es Tee. Schwarz mit Zitrone und Unmengen von Honig. Die 'Plörre' war so unfassbar süß, dass diese kein Mensch eigentlich hätte trinken können. Er konnte es."

Außerdem gibt Sophia zu, wie schwierig ihr damals der Umzug von Berlin in den Ruhepott fiel: "Keine Großstadt und eine andere Mentalität." Seinetwegen schlagen zwei Herzen in Sophias Brust: "Eines aus Ost-Berlin, eines aus dem Ruhrgebiet." Manchmal nannte er Sophia und Simone Thomalla 'Ossi-Bräute' und "freute sich jedes mal wie ein Schneekönig", wenn die Thomalla-Frauen sich darüber echauffierten. Sie beschreibt, was ihren Ziehvater zum eingefleischten Schalke-Fan machte und warum sie es heute erst so richtig versteht.

Rudi Assauer (†) war krank

Doch über die Krankheit von ihrem Ziehvater Rudi möchte Sophia nicht schreiben. Es soll nicht das sein, an das sich die Menschen erinnern werden. Vielmehr sollten sie "über das, was er für den Verein und die ganze Region getan hat, reden", erklärt Sophia. 

Rudi Assauer war zwar bis abends spät beschäftigt, doch nicht nur für seinen Verein, sondern auch stets für seine Familie da. "Mehr als ich es wollte", wie sie im Nachhinein feststellt. Denn Assauer hielt die pubertierende Sophia aus, wie eine eigene Tochter. Mit den Worten des Models: "Die erste Zigarette, der erste Schluck Alkohol, die erste sechs in Mathe, der erste Besuch beim Direktor, der erste Freund, das erste Tattoo. Wenn er mich jetzt sehen würde, so zu tätowiert wie ich bin, würde er wohl die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, lachen und sagen: 'Ach du liebe Zeit. Gute Nacht, Maria.'"

Den vollständigen Brief lesen Sie auf Bild.de.

akr / <br/> Gala

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