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Udo Jürgens Wirbel um seine letzte Tour


Während weiter um Udo Jürgens getrauert wird, brodelt es hinter den Kulissen: Die Konzerte, die er nun nicht mehr geben kann, werden zum Versicherungsfall

Es ist genau einen Monat her, dass Udo Jürgens im Alter von 80 Jahren beim Spaziergang in Gottlieben in der Schweiz an plötzlichem Herzversagen starb. Angehörige, Freunde und Fans bekamen in Zürich und Berlin und jetzt auch in Wien die Gelegenheit, Abschied von dem Ausnahme- Entertainer zu nehmen und sich in Kondolenzbücher einzutragen. Viele von ihnen hatten sich so sehr darauf gefreut, Udo Jürgens in diesem Jahr beim zweiten Teil seiner Tournee "Mitten im Leben" live zu erleben.

Nicht das Ende vom Lied

Immerhin: Die Tickets - rund 160.000 für insgesamt 18 Konzerte - konnten sie zurückgeben. Für den Tourveranstalter ist das jedoch längst noch nicht das Ende vom Lied, wie jetzt bekannt wurde. "Wenn eine Tournee ausfällt, entstehen Ausfallkosten, zum Beispiel für Produktion, Marketing, Hallenmieten, Vorverkauf et cetera", so Thomas Weber, Pressesprecher von Udo Jürgens, zu GALA. "Diese Kosten werden durch die Ausfallversicherung gedeckt. Die Künstlergagen jedoch sind nicht versichert, denn das ist Sache des Künstlers."

Kosten sind eine interne Angelegenheit

Über die genaue Höhe der Forderungen wollte Weber sich nicht äußern: "Das Management von Udo Jürgens, der Tourneeorganisator "United Promotors" und der Veranstalter "Adagio" arbeiten seit vielen Tourneen in dieser Konstellation zusammen. Wer genau welche Kosten zu tragen hat, ist eine interne Angelegenheit." Man kann nur auf eine friedliche Lösung hoffen. Udo Jürgens hätte es sicher so gewollt.

Stefanie Richter Gala

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