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Udo Jürgens So waren seine letzten Minuten


Eine Legende ist von uns gegangen. Wer war bei dem Zusammenbruch bei ihm? Und wie erlebte er die letzten Sekunden seines Lebens?

Es ist der 21. Dezember, nur wenige Tage vor Weihnachten, als Udo Jürgens' Herz aufhört zu schlagen. Bei einem Spaziergang bricht der Entertainer bewusstlos im schweizerischen Gottlieben zusammen. Einfach so. Ohne Vorwarnungen. Denn noch vor knapp zwei Wochen stand Udo Jürgens in Zürich vor rund 10.000 Fans auf der Bühne, wirkte fit wie ein Turnschuh. Nun hat er die Bühne verlassen – für immer.

Die letzten Minuten seines Lebens

Der langjährige Chauffeur des 80-Jährigen, Billy Todzo, begleitete ihn während seines Spaziergangs, musste alles mit ansehen. Und er war auch der Mensch, den Udo Jürgens in den letzten Sekunden seines Lebens sah. Nicht seine Tochter, nicht sein Sohn, nicht seine Partnerin.

Der Sänger wurde sofort nach seinem Zusammenbruch ins Kantonsspital Münsterlingen gebracht. Doch es war zu spät: Wiederbelebungsmaßnahmen scheiterten. Als Todeszeitpunkt wird schließlich 16.25 Uhr auf der Sterbeurkunde eingetragen.

Ein Tod, wie er ihn sich wünschte

Es ist ein schneller Tod gewesen, so wie es sich der Entertainer wünschte - ohne langes Leiden, ohne Gebrechen, ohne den Verstand zu verlieren. Denn dass ihn all dies ereilen könnte, davor hatte Jürgens immer Angst.

"Wenn ich mal gehen muss, möchte ich nichts davon merken. Diese Worte sagte Udo erst kürzlich zu mir. Ich bin tiefst traurig und schockiert", so Jürgens' musikalischer Weggefährte Pino Gasparini zur Schweizer Zeitung "Blick". Es sind Worte, die im Hinblick auf die Todesumstände der Jahrhundert-Legende, Gänsehaut erzeugen.

Wie wird er beigesetzt?

Wie und wo Udo Jürgens beigesetzt wird, ist jedoch bisher unklar: "Es ist noch zu früh. Wir wissen es noch nicht", sagte ein Sprecher seines Managements zu "Spiegel Online". Zwar lebte Jürgens seit mehreren Jahrzehnten in der Schweiz, wurde 2007 sogar eingebürgert – allerdings ist er gebürtiger Österreicher.

Dass er irgendwann mal in seine Heimat zurückkehren wollte, danach sah es nie aus. Er im vergangenen Jahr kaufte er sich ein vierstöckiges Jugendstilhaus im schweizerischen Meilen: "Nach dem Umbau wollte er hier seinen Lebensabend verbringen", so Pino Gasparini. Doch das Schicksal entschied, Udo Jürgens etwas früher aus dem Leben zu reißen.

ida / Gala

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