Tyron Ricketts Unsicherheit ade

Tyron Ricketts
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Schauspieler und Rapper Tyron Ricketts beschrieb, wie er dank seiner Weltreise lernte, sich nicht auf vermeintlich sichere Strukturen zu verlassen.

Tyron Ricketts (39) braucht keine vorgegebenen Strukturen, um sich sicher zu fühlen. Der Hip-Hopper ('Weltenreiter') hört einfach auf sein Herz und stellt dann - getreu seiner Single - fest: 'Alles ist gut'.

Der Wahl-Berliner machte sich 2009 zu einigen der schönsten Plätze der Welt auf. Neben seinem neuen Album 'Weltenreiter', einem Bildband mit den schönsten Eindrücken seiner sechsmonatigen Reise, brachte der gebürtige Österreicher noch etwas besonders Wichtiges mit in sein Alltagsleben in Deutschland: innere Ruhe.

"Das ist das Ding: Man glaubt immer, dass wenn man nicht jeden Tag seine E-Mails checkt und nicht die nächste Woche schon durchgeplant hat, dass dann die Welt aufhört, aber das ist eine Illusion", stellte der ehemalige 'SOKO Leipzig'-Darsteller im Gespräch mit 'Cover Media' klar. "Und auch diese vermeintliche Sicherheit, die man glaubt sich zu schaffen, indem man immer hart am Ball bleibt. Also ich hab' die Erfahrung gemacht, dass das gar nicht stimmt. Ich hatte nach dem halben Jahr ein bisschen Probleme wieder reinzukommen, weil die Leute so anders waren als viele Menschen, die ich getroffen habe, aber vom Trott her, vom Hamsterrad, war es genau das Gleiche wie vorher auch."

Die Gefahr ist groß, nach einer Weile wieder wie früher im Hamsterrad zu hecheln. Ricketts versucht jedoch, sich nicht mehr zu tief in Stress und Hektik hineinziehen zu lassen und hat sich bislang eine gute Portion Entspanntheit bewahrt.

"Was ich auf jeden Fall dazugelernt habe, ist ein bisschen mehr Sicherheit in mir selbst zu haben und nicht in dem Set-up, das man sich baut. Man muss auf so einer Reise flexibel auf die Dinge reagieren, die das Universum dir entgegenbringt. Du weißt halt nicht, was eine Stunde später oder zwei Stunden später ist, du hast nicht deinen festen Trott. Das hat mich ein bisschen geschult, mit Unwegsamkeiten, die hier vielleicht auch auftauchen, ein bisschen besser umzugehen, weil ich weiß, es wird schon eine Lösung geben. Es ist natürlich schwer, hier weiterhin richtig im Moment zu sein - mit Telefon, E-Mails, Rechnungen und so weiter. Da wird man schon wieder hineingezogen in diesen gesellschaftlichen Trott, in die Mühle. Wenn ich einen Song wie zum Beispiel 'Alles ist gut' höre, dann erinnere ich mich selbst daran, wie ich mich gefühlt habe, als ich gerade von der Reise zurückgekommen bin. Die Erfahrungen, die ich da gesammelt habe, und diese gewachsene Sicherheit, die ich dadurch bekommen habe, die kann mir keiner mehr wegnehmen."

'Weltenreiter', das neue Album von Tyron Ricketts, auf dem er die Erlebnisse seiner Weltreise verarbeitet, ist seit dem 31. August erhältlich.

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