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Tyron Ricketts Ich glaube an einen Bewusstseinswandel 

Tyron Ricketts
© CoverMedia
Hip-Hop-Star Tyron Ricketts erklärte, warum er es nicht nötig hat, sich hinter einer coolen Maske zu verstecken.

Tyron Ricketts (39) findet es völlig okay, der Öffentlichkeit Seiten von sich zu zeigen, die andere vielleicht verstecken würden.

Der Hip-Hop-Star ('Kartenhaus'), der mit Filmen wie 'Kanak Attack' und der Serie 'SOKO Leipzig' auch als Schauspieler begeisterte, machte sich 2009 zu einer halbjährigen Weltreise auf. Seine Fans lässt er nun mit seinem Album 'Weltenreiter' an den vielen Erfahrungen teilhaben, die er in neun verschiedenen Ländern sammelte.

'Weltenreiter' ist sehr persönlich geworden, was für Ricketts genau richtig ist. "Ich glaube, das gehört zum Erwachsenwerden dazu, dass man auch seine Fehler erkennt", meinte er im Interview mit 'Cover Media' auf die Frage, ob er keine Angst habe, auf dem Album zu viel von sich zu zeigen. "Durch meinen Beruf als Schauspieler bin ich es gewohnt, echte Gefühle preiszugeben. Beim Schauspiel gibt es zwar einen fiktiven Rahmen, aber trotzdem ist das, was man in der Szene zeigt, was man preisgibt, echt. Ich hab' nicht das Gefühl, dass mir jemand etwas wegnehmen kann, wenn ich ehrlich bin und auch meine vielleicht nicht so glorreichen Seiten zeige. Und ich hoffe, dass sich andere Leute vielleicht auch ein bisschen unterstützt sehen, sich selbst so anzugucken, wie man ist. Man kann nicht das ganze Leben nur egomäßig sein Wunschbild vor sich herschieben, das macht einen nicht glücklich."

Neben der Tatsache, dass der gebürtige Weizer das Album gemacht hat, um seine Erlebnisse zu verarbeiten, hofft er auch, andere zu mehr Offenheit zu ermuntern - etwas, was unserer Gesellschaft seiner Meinung nach gut täte.

"Ich habe nicht das Gefühl, dass ich mich mit irgendwas verstecken muss. Und jeder hat ja solche Sachen. Wenn du ehrlich bist, ich kenne keinen, bei dem alles in Ordnung ist. Also, für mich ist das gar kein so großes Tabu. Ich glaube, es würde vielen Leuten viel besser gehen, wenn sie nicht versuchen würden, sich immer hinter einer Maske zu verstecken. Und ich glaube an einen Bewusstseinswandel, wir leben in einer Zeit, da wird es darauf hinauslaufen, dass man hinter seinen komischen Masken und hinter seinen Wunschbildern hervorkommen muss. Ich war letztes Jahr acht Monate in L.A., und da haben ja ganz viele Menschen so eine ganz extreme öffentliche Persönlichkeit. Aber dann schaust du denen mal fünf Minuten in die Augen und musst noch nicht mal was sagen und schon merkst du, wie diese Fassade bröckelt. Das hatte ich wirklich ein paar Mal und war echt überrascht. Ich brauch' das nicht", stellte Tyron Ricketts klar.

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