VG-Wort Pixel

Antje Mönning wehrt sich Exhibitionismus ist nur für Männer strafbar

Antja Mönning in "Um Himmels Willen"
Antja Mönning in "Um Himmels Willen"
© Action Press
Antje Mönning bekam eine Strafanzeige wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses. Nun stellt sie selber eine Strafanzeige - gegen die Polizisten, die sie bei ihrem Straßen-Strip filmten

Antje Mönning, 40, ist sauer. Die Ex-"Um Himmels Willen"-Darstellerin hat eine Strafanzeige wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses am Hals, weil sie sich auf einem Parkplatz vor zwei Verkehrspolizisten entblößte. Die beiden sollen sich "erheblich gestört" gefühlt haben. Und so nahmen die Polizisten die Aktion auf Video auf, um sie als Beweis gegen Antje Mönning zu verwenden. Eine Tatsache, die der Schauspielerin gar nicht gefällt. Mönning legte nicht nur Einspruch gegen die Anzeige ein, sie stellt jetzt auch selbst eine Strafanzeige - wegen unerlaubter Bildaufnahmen gegen die beiden Polizisten.

Antje Mönning wurde heimlich gefilmt - und findet das nicht gut

Dies bestätigt Antjes Anwalt Dr. Alexander Stevens gegenüber GALA. "Die heimliche Fertigung des Videos durch die Polizisten ohne Einverständnis meiner Mandantin begründet den Anfangsverdacht einer Straftat nach § 201a StGB." Antje Mönning ist der Meinung, die Polizisten hätten an Ort und Stelle mit ihr reden und sie darum bitten müssen, den Strip zu unterlassen. Stattdessen filmten sie die 40-Jährige aber ohne die Erlaubnis Mönnings.

Exhibitionismus ist nur für Männer strafbar

Stevens findet außerdem, dass die Anzeige der beiden Polizisten gegen seine Mandantin nicht gerechtfertigt ist. Denn: Exhibitionismus ist nur für Männer strafbar. Dieser Fakt "darf nicht durch eine faktisch analoge Anwendung des Amtsgerichts Kaufbeuren für weibliche Tatverdächtige umgangen werden", urteilt Stevens. Und so bleibt es spannend, wie es mit Antje Mönning und den beiden Strafanzeigen - eine gegen sie, eine von ihr - weitergeht. 

jno Gala

Mehr zum Thema


Gala entdecken