Tony Scott: Er nahm Medikamente

Zwei Monate nach dem Selbstmord von Tony Scott verschafft ein gerichtsmedizinisches Gutachten Gewissheit: Der Regisseur litt nicht wie ursprünglich angenommen an Krebs. In seinem Blut wurden jedoch Spuren von Antidepressiva und Schlafmitteln nachgewiesen

Vor rund zwei Monaten stürzte sich der britische Regisseur Tony Scott von einer Brücke in Los Angeles. Nun liefern die Ergebnisse der Obduktion einen Hinweis darauf, dass Scott an Depressionen litt, wie "abcnews.com" berichtet. In seinem Blut fanden sich Spuren von Antidepressiva und dem Schlafmittel "Lunestra".

Aus dem Autopsiebericht ging außerdem hervor, dass der "Top Gun"-Regisseur ertrunken war und zudem seinen schweren Verletzungen nach dem Sprung erlag. Anzeichen eines Krebsleidens, welches laut Medienberichten ein Grund für Scotts Selbstmord gewesen sein soll, wurden von den kalifornischen Gerichtsmedizinern dementiert.

Polizeiberichten zufolge hatte Tony Scott Abschiedsbriefe für seine Angehörigen und engen Freunde hinterlassen, jedoch sollen diese keinen Aufschluss darüber gegeben haben, aus welchem Grund er Selbstmord beging.

Der jüngere Bruder des berühmten Hollywood-Regisseurs Ridley Scott ("Alien", "Robin Hood", "Gladiator") zeichnete sich als Produzent der Filme "Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford" und "Willkommen bei den Rileys" aus. Die Brüder betrieben die gemeinsame Produktionsfirma "Scott Free Productions" und arbeiteten sehr eng zusammen.

Tony Scott wurde 68 Jahre alt und hinterlässt seine Frau und zwei Kinder.

sbu

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