Toni Morrison: Das "Gewissen Amerikas" ist tot

Mit dem Tod von Schriftstellerin Toni Morrison ist das "Gewissen Amerikas" für immer verstummt. Die Nobelpreisträgerin starb im Alter von 88 Jahren.

Toni Morrison

Die Welt der Literatur trauert um eine der ganz Großen: Toni Morrison (†88) ist tot. Am Montagabend (5. August) soll die US-amerikanische Autorin und Nobelpreisträgerin im Montefiore Medical Center in New York gestorben sein. Das berichtet unter anderem "tagesschau.de" und beruft sich auf Morrisons Verlag Alfred A. Knopf. Demnach sei die Schriftstellerin "friedlich verstorben". Sie wurde 88 Jahre alt.

Toni Morrison: Sie wurde 88 Jahre alt

"Obwohl ihr Ableben ein gewaltiger Verlust ist, sind wir dankbar, dass sie ein langes, gutes Leben gelebt hat", werden Angehörige Morrisons weiter zitiert. Die Autorin, die mit dem Namen Chloe Wofford in Ohio zur Welt kam, machte sich vor allem durch ihre den Rassismus anklagenden Werke einen Namen als "Gewissen Amerikas". Ihr erster Roman "Sehr blaue Augen" aus dem Jahr 1970 wurde von Kritikern hochgelobt.

Die Abschiede 2019

Um diese Stars trauern wir

Jan Fedder
26. Dezember 2019: Sue Lyon (73 Jahre)  Durch ihre Rolle als verruchtes Mädchen Lolita Haze in Stanley Kubricks Meisterwerk "Lolita" wurde sie weltbekannt, jetzt ist Sue Haze im Alter von 73 Jahren gestorben. Am Zweiten Weihnachtstag (26. Dezember) tat sie in Los Angeles ihren letzten Atemzug, so berichtet "New York Times". Über die Todesursache ist bisher nichts bekannt.
25. Dezember 2019: Ari Behn (47 Jahre)  An Weihnachten ereilt die Norweger die traurige Nachricht: Ari Behn, der Ex-Mann von Märtha Louise, hat sich mit nur 47 Jahren das Leben genommen. Der Künstler und Autor war 15 Jahre mit der norwegischen Prinzessin verheiratet, zusammen haben sie drei Töchter.
22. Dezember 2019: Emanuel Ungaro (86 Jahre)  Der französische Modedesigner Emanuel Ungaro ist im Alter von 86 Jahren verstorben. Früh von seiner Leidenschaft für Mode erfasst, gründete er 1965 in Paris seine weltbekannte Modemarke. Er galt als Couturier der alten Schule:  "Man trägt kein Kleid, man muss darin leben", sagte Ungaro.

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1993 erhielt sie den Literaturnobelpreis

Auch weitere Veröffentlichungen Morrisons wurden als Erfolg gefeiert, darunter "Sula", "Solomons Lied", "Teerbaby", "Menschenkind", "Jazz" und "Paradies". Im Jahr 1993 wurde die Autorin schließlich für ihr Schaffen mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet - als erste Afroamerikanerin überhaupt. Die damalige Jury lobte die "visionäre Kraft und poetische Prägnanz", die Morrison in ihren Büchern an den Tag lege.

Verwendete Quellen: SpotOnNews

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