Toni Garrn: Darüber ärgert sie sich

Toni Garrn setzt sich für Mädchen in Entwicklungsländern ein. Mit GALA sprach das Model über ihre Erfahrungen vor Ort

Kennen tut man Toni Garrn hauptsächlich als international gefragtes Model in einem schicken Designer-Outfit auf dem Laufsteg. Dass die 24-Jährige aber auch ganz ernste und tiefgründige Töne anschlägt, bewies sie gestern bei einem Pressetermin der Kinderhilfsorganisation "Plan International", die sich zusammen mit der Bewegung "Because I am Girl" für die Rechte von Mädchen in Entwicklungsländern einsetzt.

Toni Garrn setzt sich ein

"Bildung für alle Mädchen" steht groß auf der Tafel in einem Hörsaal in der Hamburger Universität, vor der Toni in einem dunklen Anzug und strengem Zopf am Pult sitzt und sich darüber beklagt, dass zu wenigen Mädchen in Afrika der Schulbesuch ermöglicht wird. Seit 2014 ist Toni Botschafterin der Bewegung, bereits seit 2008 unterstützt sie die Organisation. Das international gefragte Model übt aber nicht nur Kritik an der nicht ausreichenden Unterstützung der Bundesregierung, sie ist auch direkt vor Ort und schaut sich die Lage in den betroffenden Ländern selbst an.

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Gala-Redakteurin Jolla sprach mit Toni Garrn

Persönliche Erfahrungen in Afrika

2015 reiste sie unter anderem nach Simbabwe, wo sie Mädchen schulte und von ihren persönlichen Schicksalen erfuhr: "Es gab ein Mädchen, das von ihren Eltern verfolgt wurde und dem mit dem Tod gedroht wurde, nur weil es zur Schule gehen wollte. Solche Fälle sind da leider keine Seltenheit und das hat mich natürlich sehr bewegt", so Toni gegenüber GALA. "Bei mir selber war das natürlich ganz anders. Da hieß es zu Hause 'ja, du kannst gerne modeln und Geld verdienen, aber das Abi machst du trotzdem auf jeden Fall'. Mein Vater hat halt nicht verstanden, dass das Modeln ein richtiger Beruf ist. Dass die Bildung in einigen Ländern der Welt so abgewertet wird, kann ich da natürlich nicht verstehen. Die Mädchen, die ich kennengelernt habe, sind so smart und liebevoll, können tanzen und singen – und das, obwohl sie weder lesen noch schreiben können. Sie konnten nie ihren Charakter oder ihr Talent richtig entwickeln, weil sie halt keine Rechte hatten. Sie können nicht mal die Straßenschilder lesen, sondern müssen einen Mann danach fragen. Das ist so unfair. Uns geht es hier allen so gut. Wenn nur jeder einfach ein bisschen abgeben würde." Recht hat Toni!

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