Tomas Maier: Ein Label braucht eine Identität

Designer Tomas Maier findet "Neuerfindungen" von Modehäuser "furchtbar", weil sei die Identität des Labels zerstören. 

Setzt auf Altbewährtes: Tomas Maier hält nichts von Stil-Änderungen und bietet seinen Kunden eine Linie, auf die sie sich verlassen können.

Der Kreativ-Chef des italienischen Labels 'Bottega Veneta' ist der Meinung, dass stark unterschiedliche Kollektionen Kunden, die den typischen Stil einer Marke lieben, abschrecken könnten. Der deutsche Modemacher möchte sein Klientel nicht mit einem völlig veränderten 'Bottega Veneta'-Look enttäuschen: "Diese ganzen Neuerfindungen sind furchtbar. Es gibt einem Label keine feste Identität und das ist nicht gut für den Kunden. Stell dir vor, eine Frau kommt zu dir und gibt viel Geld in deinem Geschäft aus und in der nächsten Saison kommt sie wieder und findet einen völlig anderen Look wieder. Es sieht aus, als ob jemand anderes die Kollektion kreiert hat und für eine andere Frau. Ich möchte nicht, dass sich eine Frau betrogen fühlt", erklärte er in einem Interview mit der Zeitschrift 'Harper's Bazaar'.

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Maier zielt mit seinen Kreationen auf einen bleibenden Eindruck bei seinen Fans. Er ist jedes Mal begeistert, wenn er eine Frau in einem neuen 'Bottega Veneta'-Teil sieht, das sie mit einem älteren Lieblingsstück kombiniert: "Man kann einen Kunden nicht betrügen. Eine Frau weiß, ob sie etwas besonderes bekommt. Ich finde die Vorstellung toll, wenn eine Frau fünf oder sechs Jahre nachdem sie ein Design in einem Shop gekauft hat, wieder kommt und das gleiche Teil immer noch dort hängt. Sie wird sich sicher denken, dass das eine großartige Investition war. Wenn sie eine unserer Kreationen kauft, sie zu Hause mit einem alten paar Schuhe und ihrer Lieblingsstrickjacke anzieht, dann verwächst das Teil mit der Person. Es gehört nicht länger zu uns. Und erst dann habe ich gute Arbeit geleistet", erklärte Tomas Maier.

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