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Tom Cruise Ein Leben ohne Tochter Suri

Tom Cruise mit Tochter Suri
Tom Cruise mit Tochter Suri
© Splashnews.com
Seit über zwei Jahren soll Tom Cruise seine Tochter Suri nicht mehr getroffen haben. Grund dafür könnten die rigorosen Regeln der Scientology-Sekte sein

Mag Suri lieber Pasta oder Pizza? Was ist ihr Lieblingsbuch? Wie heißt ihre beste Freundin? Gefällt ihr in der Schule Mathe oder Musik besser? Ganz normale Fragen zum Alltag eines neunjährigen Mädchens. Seine Mutter Katie Holmes, 36, weiß über all das bestens Bescheid. Doch der Vater? Wie gut kennt er seine Tochter? Wenn es stimmt, was US-Medien behaupten, dann hat Tom Cruise, 53, Suri nämlich seit über 800 Tagen nicht gesehen. Wie viel weiß man da noch über sein Kind? 800 Tage. Das sind zwei Jahre und gute zwei Monate. Demnach fand das letzte persönliche Treffen von Vater und Tochter im Spätsommer 2013 statt. Damals war Suri sieben Jahre alt. Die Bilder, die ein Jahr zuvor in den Monaten nach der Trennung von Katie und Tom entstanden, waren um die Welt gegangen. Man sah den Hollywood-Star mit Suri im Spaßbad, im Park oder vor dem Hotel. Alles sehr lange her. Warum hat Cruise jetzt anscheinend überhaupt keinen Kontakt mehr zu seinem Kind? GALA begab sich auf Spurensuche und erfuhr, dass es an seiner Mitgliedschaft in der Scientology-Sekte liegen könnte. Die Hamburger Scientology-Expertin Ursula Caberta erklärt: "Die Mitglieder von Scientology können heiraten und sich scheiden lassen, alles kein Problem, solange es innerhalb des Systems passiert. Es wird nur dann schwierig, wenn eine Scheidung stattfindet und einer der Partner sich daraufhin vom System löst." So wie Katie Holmes, die sich damals ihr Kind genommen und das "System" verlassen hat. In solch einem Fall reagiert die Glaubensgemeinschaft rigoros. "Es greift die sogenannte Trennungsregel", weiß Caberta. "Wer das System verlässt, ist abtrünnig und ein Feind. Der noch zu Scientology gehörende Partner darf keinen Kontakt mehr zu Abtrünnigen haben."

Ein normales Leben

Tom hatte diese Regel unmittelbar nach der Trennung noch ignoriert und Suri öfter getroffen. Der Schauspieler versuchte wohl damals, sein Kind aus den Händen seiner Ex-Frau zu retten. Tom las Suri jeden Wunsch von den Augen ab und überschüttete sie mit Liebe – alles in der Hoffnung, sie könne zu ihm (und damit zu Scientology) zurückkehren. Doch offenbar ist dieses Vorhaben gescheitert. Es ist anzunehmen, dass Suri an dem neuen, normalen Leben mit ihrer Mutter – erst in New York, mittlerweile in Calabasas bei Los Angeles – mehr Gefallen gefunden hat. Sie besucht die Schule, hat Freunde, geht tanzen, feiert Geburtstagspartys. Ihre Kindheit bei Scientology hätte so nicht ausgesehen. "Die Kindererziehung läuft dort ja völlig anders", erläutert Expertin Caberta. "Die Kinder werden zu kleinen Roboter-Scientologen gemacht." Katie Holmes jedoch wollte ihrer Tochter eine genau so glückliche Kindheit bieten, wie sie sie selbst genossen hatte. Und sei es, ohne den Vater.

Vater und Tochter in New York, kurz nach Bekanntgabe der Trennung 2012. Tom Cruise verbrachte damals noch regelmäßig Zeit mit Suri.
Vater und Tochter in New York, kurz nach Bekanntgabe der Trennung 2012. Tom Cruise verbrachte damals noch regelmäßig Zeit mit Suri.
© Splashnews.com

Hat Tom seine Tochter etwa aufgegeben?

Doch wie sieht es aus mit den rechtlichen Ansprüchen, die Tom Cruise logischerweise hat? Zwar bekam Katie Holmes nach der Scheidung das alleinige Sorgerecht für Suri, dennoch würde Tom seine Tochter trotzdem regelmäßig sehen können. Vermutlich hat der Schauspieler festgestellt, dass Suri nicht mehr dem Bild eines perfekten Scientology-Kindes entspricht. "Da muss es zu Konflikten kommen zwischen dem Scientology-Vater und dem nun frei lebenden Kind", meint Ursula Caberta. "Er kann Suri nicht weiter im Sinne von Scientology beeinflussen. Man kann annehmen, dass Tom Cruise sagt: Das bringt nichts mehr." Eine schwierige und traurige Situation für alle Familienmitglieder. GALA hörte sich in Los Angeles um und erfuhr, dass Suri recht deprimiert sein soll, weil sie – außer bei seltenen Telefonaten – keinen Kontakt mehr zu ihrem Daddy hat und ihn vermisst. Andererseits merke das Mädchen wohl auch, dass ihr der Vater immer fremder wird und sie kaum noch weiß, was sie mit ihm reden soll. Was Tom Cruise betrifft, gibt es sogar Stimmen, die behaupten, er habe mittlerweile Zweifel, ob die Richtlinien von Scientology überhaupt noch zeitgemäß seien. Gerüchte, der Schauspieler wolle am liebsten selbst an die Spitze der Sekte treten, um Reformen einzuleiten, kursieren ebenso. Offenbar, so erzählt man sich in Los Angeles, würde Tom die Beziehung zu Suri gern wieder intensivieren.

Und Mama Katie Holmes?

Sie hat sich zwar an ihr Leben als Single-Mom gewöhnt und versucht, mit Hilfe ihrer eigenen Familie – Katies Eltern und ihre vier Geschwister – Suri Rückhalt und Harmonie zu geben. Doch es muss für sie als Mutter oft schwer sein, wenn sie merkt, dass dem Kind der Vater fehlt. In dessen Nähe leben Katie und Suri ja mittlerweile. Von New York zog Holmes 2014 nach Calabasas. Dieser Umzug war, so heißt es, in erster Linie beruflich motiviert: Katie hofft, in Hollywood wieder mehr Schauspiel-Engagements zu bekommen. Cruise wohnt nach wie vor in seinem nur eine halbe Stunde Autofahrt entfernten Anwesen in Beverly Hills. Dennoch herrsche zwischen dem einstigen Paar Funkstille, erfuhr GALA. Katie jedenfalls gestaltet den Alltag mit Kind wie viele andere Mütter auch: Sie fördert Suris künstlerisches Talent als Jung-Malerin und postet Suris Werke, geht mit ihr Eis essen. Oder zum Italiener, denn da gibt es Suris Leibspeise: Nudeln.

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Stefanie Böhm Gala


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