Tod ihrer Schwester: Wie viel Leid kann Sabia ertragen?

Sie wurde als Betrügerin beschimpft, verlor das Kind ihrer großen Liebe und nun starb auch noch Sabia Boulahrouz' Schwester bei einem Autounfall. Wie kann Rafael van der Vaarts Lebensgefährtin so viel Schmerz und Trauer bloß aushalten?

Ihre Augen versteckt sie hinter einer dunklen Sonnenbrille: Als Sabia Boulahrouz am Mittwoch (2. Juli) ihr Haus verlässt, hält sie den Kopf gesenkt. Kurz vorher hat sie erfahren, dass ihre älteste Schwester Zahide am 1. Juli in der Nähe der türkischen Stadt Gaziantep bei einem Autounfall gestorben ist (Gala.de berichtete). Zahide wurde nur 42 Jahre alt.

"Ich bin unendlich traurig", sagt Sabia Boulahrouz der "Bild"-Zeitung. Diese Trauer versucht sie einen Tag danach auch in der Öffentlichkeit gar nicht mehr zu verstecken. Schon am Donnerstag bringt sie ihre zweitälteste Schwester Lydia, die auch in Hamburg lebt, zum Flughafen. Diesmal trägt die 36-Jährige keine Sonnenbrille und auch kein Make-up. Ihre Augen sind geschwollen - vom vielen Weinen. Lydia wird Zahides Beerdigung in der Türkei besuchen, während sich Sabia in Deutschland um ihre eigenen Kinder und den Sohn ihrer Schwester kümmert. Für die Kinder muss Sabia Boulahrouz stark sein.

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©Gala

Doch wie viele Schicksalsschläge kann jemand in so kurzer Zeit verkraften? Denn erst im vergangenen Jahr wurde sie als Betrügerin beschimpft, die ihrer besten Freundin den Mann ausspannt. Der Streit mit Sylvie Meis wurde eine öffentliche Schlammschlacht, doch Sabia Boulahrouz stand fest zu ihrer großen Liebe Rafael van der Vaart. Dann verlor sie im Dezember sein Baby, das sich beide so sehr gewünscht hatten. Doch wieder fasste sich Sabia und sagte wenig später im GALA-Interview: "Wir möchten sehr gern ein eigenes Kind, wir werden es irgendwann wieder versuchen."

Dazu kommt nun die Trauer um ihre Schwester, die wohl die gesamte schmerzhafte Familiengeschichte nochmals aufrollt.

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Denn bei der Beerdigung trifft Lydia wahrscheinlich auch auf ihre Eltern Mehmet und Fatma Engizek, zu denen die Schwestern ein angespanntes Verhältnis haben. Besonders vorm Vater hätten sie immer eher Angst als Respekt gehabt, erzählte Zahide noch vor wenigen Monaten dem Magazin "InTouch". "Er war wirklich sehr schrecklich zu uns. Vor allem zu Sabia! Ständig wurden wir wegen irgendetwas bestraft und geschlagen."

Die älteste Schwester musste mit 15 Jahren aus Hamburg ins türkische Maras fliegen, um dort zwangsverheiratet zu werden. Damit Sabia und Lydia nicht das gleiche Schicksal ereilt, kamen die beiden in ein Pflegeheim.

Lange hatten sie daraufhin keinen Kontakt zur Familie am Bosporus, weder zu Zahide noch zu ihren Eltern.

Erst zwei Jahrzehnte nach der Zwangsheirat konnten sich Zahide, Lydia und Sabia wieder in die Arme schließen. "Wir Schwestern wurden so plötzlich voneinander getrennt, der Kontakt zu ihnen wurde mir komplett untersagt", erzählte Zahide, die sich in der Zwischenzeit von ihrem älteren Ehemann getrennt hatte und in die Metropole Gaziantep gezogen war.

Ihre Schwester wiedergefunden zu haben, sei "das schönste Geschenk" gewesen, sagte Sabia Boulahrouz damals. Doch nun der nächste Schicksalsschlag: Sie muss damit klarkommen, Zahide für immer verloren zu haben. "Die Familie ist völlig mit den Nerven fertig", sagt eine Quelle aus dem engen Umfeld zu GALA. "Sie fragen sich, ob das denn niemals aufhört."

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