Titelgeschichte: "Sie wird in Deutschland einen Trend setzen"

Das harte Training der letzten zwei Monate hat sich gelohnt. Stolz präsentiert Heidi Klum "Germany's Next Topmodel" Barbara Meier und ist sicher: Die Studentin zeigt sich fit fürs echte Model-Leben

Heidi Klum und Barbara Meier

Heidi Klum und Barbara Meier

Der Glamour ist ganz schnell vorbei.

Kaum zehn Minuten ist es her, dass in den Kölner MMC- Studios im Coloneum zu "Germany's next Topmodel" gekürt wurde, da werden die Luftschlangen und Konfetti-Schnipsel, die eben noch über ihre rote Mähne schneiten, weggefegt. Jetzt ist für sie harte Arbeit angesagt: Fotoshooting, Interview, Pressekonferenz, Auftritt bei , Aftershow-Party im Hotel "Marriott". Selbst für ihre Eltern Gisela und Albert Meier hat die 20-Jährige Mathematikstudentin aus Regensburg in dieser Nacht kaum Zeit, auch nicht für die vielen Fans, die sieben Stunden mit dem Bus aus ihrer alten Heimat Amberg in der Oberpfalz angereist sind. Für die 1,74 Meter große Schönheit, die sich in der Pro 7-Show unter 16.000 Bewerberinnen durchgesetzt hat, begann vergangenen Donnerstag ein neues Leben. Und vielleicht die große Karriere. Das glaubt nicht nur Chefjurorin und Moderatorin , sondern auch Make-up-Artist , der ihr "Allure, Klasse, Stil und Grazie" bescheinigt: "Sie wird als Rothaarige einen Trend in Deutschland setzen", so Entrup. Barbara selbst behält in diesem Trubel die Ruhe, lächelt sanft, freut sich über "Cosmopolitan"-Titel, Mittelklassewagen und C&A-Vertrag. Auch zusammen mit Heidi Klum im GALA-Interview direkt nach der Show zeigt sie sich angenehm zurückhaltend.

Gala: Heidi, warum sitzen wir hier jetzt mit Barbara als Gewinnerin und nicht mit Hana oder Anni?

Heidi: Die Jury findet, dass Barbara das Zeug hat, Topmodel zu sein und dass sie auch international erfolgreich sein kann. Sie sticht heraus aus den Konkurrentin- nen, auch wenn die beiden anderen ebenfalls super waren. Aber Barbara war um einiges besser.

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Gala: Wo liegen ihre Stärken?

Heidi: Sie hat viele. Das Auffällige sind natürlich die roten Haare, obwohl ich es nicht gut finde, das immer wieder zu betonen. Sie hat mehr als nur die, sie hat wunderschöne Augen, ein superschönes Lächeln, einen tollen Körper und Ausdruck im Gesicht. Barbara hat Köpfchen. Viele Models wirken wie Roboter, aber bei ihr sieht man dieses kleine Schmunzeln, da ist einfach jemand zu Hause. Sie ist clever, und das ist sehr wichtig in diesem Job. Das ist ein hartes Business, nicht nur Larifari.

Gala: Barbara, was ist Ihnen lieber? Wenn man sagt, die ist hübsch? Oder: Die ist schlau?

Barbara: Das ist beides schön. Vielleicht, wenn man sagt, die ist schlau, obwohl sie schön ist. Schade, dass es dieses Vorurteil gibt, dass alle hübschen Frauen doof sind. Dabei hat gerade diese Show gezeigt, dass sich auch viele Studentinnen beworben haben.

Gala: Wenn man wie Sie Mathematik studiert, gilt man ja wohl als intelligente Frau. Hat man da in so einer Show das Gefühl, sich verbiegen zu müssen?

Barbara: Ich habe mich nicht verstellt. Wenn ich zurückhaltender bin, dann bin ich halt so, ich lasse mich nicht verändern.

Gala: Heidi, würden Sie gern mit der Gewinnerin tauschen und noch mal ganz am Anfang Ihrer Karriere stehen?

Heidi: Nein, überhaupt nicht. Ich bin meinen Weg schon gegangen und habe viel Spaß dabei gehabt und habe ihn immer noch. Ich durfte die unterschiedlichsten Jobs machen und bin um die ganze Welt gereist. Dabei habe ich meinen Traummann gefunden und mit ihm eine Familie gegründet. Besser konnte es gar nicht laufen für mich.

Gala: Steht Barbara ein härteres Modeldasein bevor als Ihnen damals?

Heidi: Die Konkurrenz ist größer geworden. Unheimlich viele Mädchen wollen diesen Job machen, und nur wenige schaffen es an die Spitze. Bei Castings kämpfen manchmal 40 Mädchden um den gleichen Job. Aber es war damals hart, und heute ist es auch hart.

Gala: Welches sind die drei wichtigsten Ratschläge von Heidi an Barbara?

Heidi: Das Wichtigste ist, Spaß zu haben und immer mit dem Herzen bei der Sache zu sein. Ohne Spaß können keine schönen Jobs entstehen, weil man dir das immer im Gesicht ansehen würde. Zweiter Tipp: Ich würde reisen und für eine Zeit aus Deutschland rausgehen, wenn dir was an einer internationalen Karriere liegt. Ruhe dich nicht auf deinen Lorbeeren aus. Du mußt dich vorstellen. Koffer packen, losfahren und gucken, ob du es schaffen kannst. Und drittens: Auf dem Boden bleiben. Da sind so viele abgehoben. Man muss es als Job sehen, als tollen Job, bei dem man viel sieht, viel lernt und gut verdienen kann.

Das ganze Interview lesen Sie in der neuen GALA.

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