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Tine Wittler Landluft statt Großstadtlärm! So lebt sie heute

Tine Wittler: Landluft statt Großstadtlärm! So lebt sie heute
© schroewig / Picture Alliance
Lange nicht gesehen! Was macht eigentlich: TV-Heimwerkerin Tine Wittler? 

Sie sind für eine Weile prominenter Teil unseres Lebens gewesen. Doch was machen die Stars von gestern eigentlich heute? Erscheint bald ein neuer Film, wird eine TV-Serie fortgesetzt, kommen ein Buch oder ein neues Album heraus?

GALA spürt die (fast) vergessenen Promis aus vergangenen Zeiten auf und schaut einmal genauer hin, was aus ihnen geworden ist. Heute: 

... Ex-TV-Heimwerkerin Tine Wittler

Tine Wittler, 47, ist zehn Jahre lang gern gesehener Gast in Deutschlands Wohnstuben. Dann wird ihre Erfolgssendung bei RTL wegen geringer Einschaltquoten eingestellt. "Der Einsatz in vier Wänden“ ist für die gebürtige Westfälin beendet. Ein neues Lebenskonzept muss her.

Das ist gar nicht so schwer, wie es sich anhört, scheint es. Die studierte Kultur- und Kommunikationswissenschaftlerin vereint nämlich viele Seelen in ihrer Brust: Sie ist Künstlerin, arbeitet als Schauspielerin und tritt als Chansonette auf. Zudem schreibt sie Bücher und macht Filme und bewirtet sogar in ihrer eigenen Gastronomie, in der natürlich auch Kunst und Kultur ihren Platz haben.

Leben für die Kunst

Talente, die sie zwar vorerst nicht mehr vor der TV-Kamera einsetzen wird, aber dafür vor Live-Publikum.

Die 46-Jährige kann unterhalten. Zunächst gelingt ihr das nach dem Studium hinter den Kulissen als Redakteurin für "Bravo TV“. Mit ihrer eigenen Sendung "Einsatz in vier Wänden“ ist sie von 2003 bis 2013 quirliger Zuschauermagnet. Doch auf den relativ lang anhaltenden Ruhm, den ihr das Format verschafft, ruht sich die vielfach begabte Tine nicht aus. 

Wittler schreibt in den vergangenen Jahren insgesamt elf Bücher, dazu kommen vier „Einsatz in vier Wänden“-Ratgeber heraus. Sie produziert einen Film und tourt mit ihrem Programm "Lokalrunde" durch die Lande.

Als Gastronomin und Förderin junger Filmschaffender, Schriftsteller, Musiker und Bildender Künstler betreibt sie die Gaststätte "parallelwelt“ zunächst in Hamburg-Altona, dann im Stadtteil Eimsbüttel. Ein Kulturzentrum mit Strahlkraft in der Szene.

Umzug aufs Land

Der Hansestadt, in der sie 25 Jahre lebt und auch arbeitet, kehrt sie 2017 den Rücken und zieht in den Ort Jabel ins Wendland. Ein Umbruch, der krasser nicht sein könnte. In ihrer neuen Heimat erwarten sie 60 Dorfbewohner. Kein Vergleich mit dem großstädtischen Trubel in Hamburg. Eine neue Welt für Tine mit anderen Verhaltensregeln: "Wenn du in ein solches Dorf kommst, dann sitzt du ja nicht auf deinem Hintern und wartest darauf, dass die Nachbarn an deiner Tür klingeln, sondern du machst dich auf und wirst vorstellig," berichtet sie in der NDR-Sendung "DAS!" über ihren Einstand auf dem Land.

Ein Glück, dass die fröhliche Moderatorin von Haus aus kommunikationsfreudig ist: "Ich habe es dann gemacht und das war auch gut so. Diese ersten Begegnungen waren zauberhaft. Ich habe dann auch alle reihum eingeladen zum Pickert essen. Das ist ein Kartoffelpfannkuchen aus meiner ostwestfälischen Heimat." Liebe geht durch den Magen, wie man so schön sagt.

Den Großstadtdschungel lässt Wittler zwar hinter sich, aber nicht die Gastronomie und die Kunst.

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Im Wendland betreibt die sympathische Alleskönnerin die Dorfkneipe "Wittlerins Wohnzimmer“, Kulturprogramm inklusive. Nebenbei tingelte die Wirtin in der Zeit vor der Coronapandemie mit Ein-Frau-Programmen wie "Lokalrunde“ und "Die Prinzessin & der Horst“ durch die deutschen Kulturzentren oder steht für das Theaterstück "Das Weiße Rössl mit Schuss“ im Hamburger Theater am Biedermannplatz auf der Bühne.

Ihr Haus in Jabel ist für Tine zu einem wertvollen Rückzugsort nach den Auftritten geworden. "Dieser charmante alte Kasten hat schon eine Vergangenheit als Dorfkneipe," erzählt sie begeistert. "Das muss wahnsinnig aufregend gewesen sein. Das Haus hatte den ersten Fernsprecher und die Kneipe hatte die erste Musikbox weit und breit. Eine unserer Dorfältesten hat mir erzählt, dass da damals richtig was los war, weil Arbeiter dort ihren Wochenlohn verprasst haben. Und den Mädels im Dorf hatte man verboten, dort hinzugehen, weil da getanzt wurde.“

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Eine Tradition, die Tine gerne fortführt – bis das Coronavirus auftaucht. Doch wie viele andere Künstler*innen hat auch die ehemalige TV-Frau eine Lösung für die Auftrittsflaute gefunden. Am 10. April wird sie live aus ihrem "Wohnzimmer" streamen und lädt ein zu einer Lokalrunde mit "schlückchenweise" Liedern und Piano-Begleitung. Der Vorverkauf für die Veranstaltung hat bereits begonnen.

 Verwendete Quellen:tinewittler.de, instagram.com, stern.de, focus.de, ndr.de

ama Gala

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