TV-Koch Tim Mälzer : Droht ihm jetzt der Bankrott?

TV-Koch Tim Mälzer hat Angst um seine Restaurants. Durch das Coronavirus und seine Auswirkungen auf die Gastronomie sieht er seine Existenz bedroht.

So verzweifelt hat man Tim Mälzer, 49, noch nicht erlebt. Der TV-Koch bangt um seine berufliche und private Existenz. In der ZDF-Talksendung "Markus Lanz" macht er am Donnerstagabend (19. März) seinen massiven Sorgen und Ängsten Luft und sagt: "Es stehen bei mir derzeit ganz aktuell zwei Unternehmen vor der Schließung."

Tim Mälzer: Die Gastronomie braucht Finanzhilfen

Ein prominenter Hilferuf aus der Gastronomie, die neben anderen Branchen aktuell durch den Ausbruch des Coronavirus stark beeinträchtigt ist. Einige Restaurants stünden bereits kurz vor dem Aus, so Mälzer. "Wenn da jetzt nicht sehr schnell Finanzhilfen kommen, die im Wesentlichen sich auf die Lohnkosten konzentrieren, dann werden in nächster Nähe sehr viele Unternehmen schließen müssen", erklärt der 49-Jährige.

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Fehlende Einnahmen und zeitgleich weiterlaufende Kosten für Miete, Personal und Wareneinsatz brechen den Gastronomen auf die Dauer das Genick. "Und ich spreche da jetzt nicht für Tim Mälzer, den Fernsehkoch, oder Tim Mälzer, der 'Die Bullerei' [Anm.: Eines seiner Restaurants in Hamburg] sehr erfolgreich die letzten Jahre geführt hat, sondern ich rede als Gastronom und als Unternehmer auch stellvertretend für meine ganzen Kollegen", unterstreicht der Promi-Koch.

Finanzielles Polster wird nur drei Monate reichen

Doch auch wenn Mälzer gegenüber vieler Kollegen privilegiert scheint: Lange durchhalten wird er die Einschränkungen in der Gastronomie durch das Coronavirus nicht. "Ich habe null Euro Einnahmen, ich habe jeden Tag 200 Mitarbeiter, die ich nach wie vor voll finanzieren muss, die ich nach wie vor voll bezahlen muss. Das kann ich mir als Tim Mälzer, weil ich die Möglichkeit hatte, mir über die Jahre ein gewisses Polster aufzubauen, für ungefähr drei Monate leisten. Danach bin ich nicht nur unternehmerisch, sondern auch privat bankrott."

Mälzer, der in die publikumslose Sendung mit Gästen wie Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz, 61, und Hamburgs Erstem Bürgermeister Peter Tschentscher, 54, per Livestream zugeschaltet ist, appelliert an die politisch Verantwortlichen: "Wenn da jetzt nicht sehr schnell Finanzhilfen kommen, die im Wesentlichen sich auf die Lohnkosten konzentrieren, dann werden in nächster Nähe sehr viele Unternehmen schließen müssen."

Gastronome wollen aktiv helfen

Insbesondere in Hamburg allerdings herrsche bereits eine unglaubliche Solidarität unter den Gastronomen. Man spreche sich ab und berate bereits, was man aktiv tun könne und auch müsse in dieser ernsten Situation. Und offenbar wollen die selbst so stark Betroffenen auch für die anderen Leidtragenden der Pandemie etwas Gutes tun. Mälzer skizziert die Idee, hochwertige Gerichte zuzubereiten und diese in einem "To-Go-System" kostenlos all den Menschen zur Verfügung stellen, die aktuell das Rad im Land am Laufen halten: "Kassiererinnen, Polizisten, Feuerwehrleute, das Krankensystem nicht zu vergessen."

Verwendete Quelle: "Markus Lanz" (ZDF)

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