Tim Lobinger: "Ich möchte mich wieder verlieben"

Tim Lobinger hat den Kampf gegen den Krebs gewonnen. Jetzt will er sich ins Leben stürzen

Tim Lobinger

Seine Stimme klingt noch schwung­voller und klarer als bei unserem letzten Treffen vor ein paar Monaten. Man sieht und hört, wie gut es Tim Lobinger, 46, wieder geht. 2017 erkrankte der einstige Leichtathletik-­Star an einer schweren Form der Leukämie. Nach fünf Chemo­therapien und einer Stammzellen­-Transplantation gab es erste Hoffnung. In der ersten März-­Woche erhielt der dreifache Vater die Nachricht, dass der Krebs weg ist.

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Zwei Jahre kämpften Sie gegen Ihre Erkrankung, jetzt gibt es großartige Neuigkeiten.

Tim Lobinger: Ja, ich bin, wie man es medizinisch ausdrückt, krebszellenfrei. Mein Gesundheitszustand ist absolut stabil.

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Kann man jetzt schon von Heilung sprechen?

Ich muss schon noch zu regelmäßigen Kontrollen, aber in deutlich größeren Abständen als früher. Für mich zählt jetzt einfach der Gedanke, dass ich meine Zukunft langfristig und munter weiterplanen kann, sogar auf die nächsten zehn oder 15 Jahre. Zuletzt habe ich immer mit dem Gedanken gelebt "Heute ist ein schöner Tag!“. Jetzt darf ich auch sagen "Hey, das wird ein tolles Jahr!“ – und mehr noch...

Wie fühlt sich das für Sie an?

Es ist ein unbeschreiblich schönes Gefühl. Auch der Gedanke, dass ich jetzt, der medizinischen Versorgung wegen, nicht mehr nur an München gebunden bin.

Und welche Pläne machen Sie?

Ich intensiviere gerade die Suche nach einem neuen Job. Das hat absolute Priorität. Mein Beruf als Trainer und meine Online­-Coaching­-Programme laufen sehr gut, aber ich strebe wieder eine Festanstellung in einem Unter­nehmen an, und es gibt da glücklicher­weise auch schon vielversprechende Gespräche.

Sie sind Vater von drei Kindern, wie hat die Familie auf die gute Prognose reagiert?

Wir sind allesamt glücklich und er­ leichtert. Ich möchte noch viele schöne Momente mit Fee, Tyger und Okkert erleben. Ich fühle keine Ketten mehr und ich kann endlich wieder ohne Angst durchatmen. Ich spüre die Frühlingsgefühle, die wir gerade ja alle haben, jetzt sozusagen aufs ganze Jahr verteilt.

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Apropos: Sie sind aktuell Single. Verspüren Sie denn auch Frühlingsgefühle im Herzen? Würden Sie sich gern wieder verlieben?

Ja, auch wenn der Beruf für mich am wichtigsten ist. Ich wünsche mir, dass es wieder einen Platz für eine neue Liebe in meinem Herzen gibt. Ganz so weit bin ich aber noch nicht. Aber ich möchte mich wieder verlieben.

Ihr Sohn Okkert hat gerade mit Kinderturnen angefangen. Sind Sie da mit Adleraugen hinterher, für welche Sportart er sich entscheiden wird?

Oh ja, das ist gerade extrem spannend bei ihm. Was sich aber jetzt schon zeigt ist, dass Okki nicht gut mit Autoritäten kann, er lässt sich nur schwer etwas sagen. Sprich: Nach Mannschaftssport, den ich mir für ihn wünschen würde, sieht das im Moment nicht aus. (lacht)

Das heißt, er tendiert eher zum Individualsportler, wie Sie es als Stabhochspringer waren?

Das könnte hinkommen, aber ich versuche, ihm davon abzuraten. (lacht)

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