Till Schramm: Er spricht über den Tod seines Sohnes

Till Schramm musste im Januar 2016 einen tragischen Verlust hinnehmen. Der Triathlet verlor seinen dreijährigen Sohn Henry (†). Jetzt spricht er erstmals über die Tragödie

Till Schramm spricht über den tragischen Tod seines Sohnes.

Till Schramm, 31, hat gegenüber dem Kölner "Express" über den tragischen Tod seines Sohnes Henry (†) gesprochen. Der Triathlet findet bewegende Worte für das unfassbare Ereignis vom Januar 2016.

Till Schramm in unfassbarer Trauer

Sein Sohn Henry (†) starb, weil er sich im Kindergarten an einer Möhre verschluckte. Diese herzzerreißende Tragödie lässt den Sportler verständlicherweise bis heute nicht los: "Ich bin ein anderer Mensch, ich führe ein Leben, das ich nie führen wollte. Und wenn ich nicht meinen Sohn Theo hätte, dann wüsste ich wirklich nicht, was ich hätte tun sollen. Theo ist wie eine Taschenlampe, die bei mir ins Dunkle leuchtet".

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Der Tag der Katastrophe

Schramm bekennt: "Ich war früher ein Mensch, der solche endgültigen Gedanken nie nachvollziehen konnte. Doch dieser Schmerz nach dem Tod des eigenen Kindes ..." Den Tag der Katastrophe beschreibt er folgendermaßen: "Ich saß auf dem Rennrad, als meine Frau mich anrief und mir erzählte, was passiert war. Schreiend, flehend und weinend bin ich zum Kindergarten gerast." Henry verstarb an einem sogenannten Bolustod. Dies bedeutet, dass ein Fremdkörper aufs Nervengeflecht drückt und einen Reflex auslöst, der einen Herz- und Atemstillstand zur Folge hat. Die Möhre hatte Henry von der Mutter eines anderen Kindergartenkindes bekommen.

Wie denkt er über Schuld?

Zum Thema Schuld sagt Schramm: "Du machst dir alle möglichen Gedanken als Eltern, setzt hinter jede Impfung deinen Haken, aber an so einen Scheiß denkt man einfach nicht." Er ist wütend, aber weiß auch: "Ich kann ihn ja nicht zurückholen". Eine eingeleitete erste Hilfemaßnahmen kamen ebenfalls zu spät: "Wir haben versucht, Henry wiederzubeleben. Er kam nach über zwei Stunden auch zurück, allerdings nur sehr schwach".

Der Tod hat ihn verändert

Der Triathlet hat sich seit dem Vorfall verändert: "Ich bin ein anderer Mann. Vor Henrys Unfall war ich eher unordentlich, habe mein Rennrad in den Keller geworfen, wo alles rumflog. Jetzt ist alles perfekt aufgeräumt, jedes Werkzeug, jede Schraube in einer Schublade. Ich muss immer etwas zu tun haben, ich brauche eine ganz feste Struktur um nicht verrückt zu werden. Ich verbringe viel Zeit mit ihm. Wenn ich schwimme, laufe oder mit dem Rad fahre, dann ist er bei mir. Ich springe auch nachts über die Friedhofsmauer, wenn das Tor verschlossen ist, um an seinem Grab zu sein. Ich investiere viel Zeit und Liebe in die Grabpflege. Henry bleibt mein Sohn".

Er blickt nach vorne

In seinem zweijährigen Sohn Theo findet Schramm Trost, für ihn muss er stark sein: "Er leidet auch unter dem Verlust, ich will nicht, dass er noch mehr leidet. Das wäre unfair. Ich will ihm die besten Möglichkeiten bieten". Über seine sportliche Zukunft hat er sich auch viele Gedanken gemacht: "Ich habe mich gefragt, ob ich weiter Triathlon-Profi sein kann. Ob ich hier in Köln noch leben kann. Aber uns ist wichtig, dass in dieser Phase, wo sich alles verändert hat, nicht noch weitere Veränderungen getroffen werden. Man kann vor der Trauer nicht weglaufen, aber man kann versuchen, damit zu leben".

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