Til Schweiger: Öffentliche Entschuldigung an Drosten und Lauterbach

Til Schweiger bereut seine Aussagen über Christian Drosten und Karl Lauterbach "aus ganzem Herzen". Nun entschuldigt er sich öffentlich via Instagram.

Til Schweiger, 56, rudert zurück. Via Instagram richtete der Schauspieler und Regisseur am Mittwochabend eine Entschuldigung an den Virologen Christian Drosten, 48, und den SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach, 57.

Til Schweiger: Öffentliche Entschuldigung via Instagram

In einer "emotionalen Überreaktion" habe er sich zuvor zu einem Post hinreisen lassen, der den Eindruck vermittelt habe, "Morddrohungen gegen Personen in der Öffentlichkeit zu relativieren", schreibt Schweiger. Mittlerweile hat er den nach eigener Aussage "unbedachten", "unangebrachten" und "überflüssigen" Beitrag gelöscht. Dieser sei ein Fehler gewesen.

"Meinen Kindern habe ich immer gesagt, Fehler zu machen ist menschlich, aber man muss auch seine Fehler erkennen und in der Lage sein, sich aufrichtig für diese zu entschuldigen", lauten die Worte des Filmemachers weiter. Er wolle Lauterbach und Drosten, die zuvor von Unbekannten Drohschreiben und Morddrohungen erhalten haben, auf diesem Weg wissen lassen, dass er seinen Fehler "aus ganzem Herzen bereue".

Karl Lauterbach + Christian Drosten berichten von Drohbriefen

Was zuvor geschah: Karl Lauterbach hat am Dienstag (26. Mai) auf Twitter ein Foto eines kleinen Fläschchens mit einer Flüssigkeit gezeigt, das er per Post bekommen hat – laut dem Absender mit dem Coronavirus verseucht. "Trink das - dann wirst du immun", ist auf einem beigelegten Zettel zu lesen. "Morddrohungen bis zu Beleidigungen aller Art, einige von uns müssen viel hinnehmen", so die animierenden Worte des Politikers. Nur wenig später kommentierte Christian Drosten den Tweet: "Das selbe Paket habe ich heute auch bekommen."

Til Schweiger: "Herr Drosten und Herr Lauterbach, take a Chill-Pill!"

Nachdem Lauterbach und Drosten sich öffentlich zu den Drohbriefen, die sie seit der Corona-Pandemie immer wieder erreichen, geäußert haben, meldete sich Til Schweiger zu Wort. Der Schauspieler empfahl den beiden: "Herr Drosten und Herr Lauterbach, take a Chill-Pill!" Auch er habe in der Vergangenheit Morddrohungen erhalten. "Also heult jetzt nicht rum - habe ich auch nicht getan!"

Die Coronakrise ist für Til Schweiger "sehr beengend"

Die Empörung nach Schweigers Instagram-Post war groß, es dauerte nicht lange, bis der Schauspieler seinen Beitrag wieder löschte. Nun entschuldigt er sich öffentlich für seinen Kommentar und gibt gegenüber der "Deutschen Presse-Agentur" zu, wie sehr ihn die Coronakrise belaste. "Wer mich kennt, weiß, dass das für mich sehr beengend war", so Schweiger. Außerdem hofft er, dass es keine Welle geben wird: "Wenn es noch mal zu einem Lockdown kommen sollte – das verkraftet nicht nur die Filmbranche nicht, das verkraftet überhaupt keiner." 

Verwendete Quellen: Instagram, Twitter, DPA

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