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Til Schweiger vs. Claude-Oliver Rudolph Alles nur geklaut? Jetzt spricht die Drehbuchautorin

Riesenstreit zwischen Til Schweiger und Claude-Oliver Rudolph - wer hatte die Idee zur Geschichte von Schweigers letztem Erfolgsfilm? GALA fragte bei Hilly Martinek nach – auf ihrer Idee basiert "Honig im Kopf", sie hat das Drehbuch zusammen mit Til Schweiger geschrieben

Fast sieben Millionen Zuschauer haben sich bislang den Film "Honig im Kopf" angesehen – damit ist er nicht nur der erfolgreichste Film des Jahres, sondern auch einer der erfolgreichsten deutschen Filme überhaupt.

Immer wenn so etwas passiert, tauchen plötzlich Trittbrettfahrer auf und versuchen, etwas von der Sahne abzuschöpfen. So scheint es sich auch im Fall von Claude-Oliver Rudolph zu verhalten, der allen Ernstes behauptet: "Honig im Kopf" sei eine Kopie des RTL-Films "Liebe mich bis in den Tod" – das Drehbuch zu dem Film hatte Rudolph 1997 zusammen mit Schauspielkollegin Christine Neubauer geschrieben. Der TV-Film wurde nicht von der Kritik zerrissen (es gab lediglich in der Kategorie "Erotik" einen von fünf Sterne).

GALA fragte bei Hilly Martinek nach – auf ihrer Idee basiert "Honig im Kopf", sie hat das Drehbuch zusammen mit Til Schweiger geschrieben.

Wie war Ihre erste Reaktion?

Hilly Martinek: "Ich habe das gestern Abend auf Tils Facebook-Seite gesehen und dann gleich mit Til telefoniert. Wir haben uns einfach nur kaputt gelacht! Ich war 20, als der Film im Fernsehen gelaufen ist. Und spätestens seit ich mir auf Grund des hohen medialen Interesses die Mühe gemacht habe, die Kritik zu dem beachtlichen Meisterwerk von Christiane Neubauer und Herrn Rudolph durchzulesen, muss ich sagen: In einem Punkt hat er ohne Frage Recht: 'Honig im Kopf' spielt auch in Venedig! (lacht) Vielleicht kann er auch noch mal bei 'Tod in Venedig' anfragen ... Und noch eines weiß ich ganz sicher: Tut mir leid, Claude und Christine! Selbst mit 20 hätte ich mir so etwas sicherlich nicht angesehen!"

Ist man da nicht trotzdem sauer, wenn so jemand das einfach behauptet?

"Ich weiß ja, dass ich mir den Film ausgedacht und auch das Ziel Venedig ausgesucht habe. Das war schon in meiner ersten Fassung so - die Grundlage, auf der Til und ich das Drehbuch entwickelt haben. Und ich weiß auch, warum. Und ich habe bestimmt nicht 20 Jahre gewartet, bis ich endlich mit der tollen Idee von Claude-Oliver Rudolph um die Ecke kommen kann." (lacht) Til sagt, dass er eigentlich echt ein netter Kollege ist. Ich denke, er ist wohl einfach nur ein bisschen pressegeil. War der nicht auch im Dschungelcamp? (lacht) Noch Fragen? Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass er wirklich rechtliche Schritte einleitet. Aber mal sehen, es soll ja Menschen geben, für die Scham ein Fremdwort ist."

Haben Sie irgendeine Vorstellung, wie er darauf kommen kann?

"Na ja, was man sich so überlegt beim Weinchen...(lacht) Er hat ja auch lang gebraucht, um diesen perfiden Plan auszutüfteln. Aber vielleicht war er in den letzten Wochen im Ausland auf Recherche für neue Stoffe. Wir können uns auch gern mal zusammensetzen. Unsere Zusammenarbeit scheint ja sehr fruchtbar zu sein! Til und ich haben schon gesagt, dass wir Claude-Oliver Rudolphs Film jetzt mal komplett durchgehen, ob wir da nicht noch eine gute Idee finden! (lacht)

Ihr Fazit?

"Für uns noch mal zusätzliche Werbung – ob sich den RTL-Film noch mal jemand aus der Mediathek runterlädt, weiß ich nicht …" (schmunzelt)

Offenbar scheint Claude-Oliver Rudolph schon seit einiger Zeit ein Problem mit Til Schweiger zu haben: Im letzten Jahr ätzte er gegen den Schauspieler und urteilte herablassend über Tils "Tatort"-Auftritt: "Til Schweiger kann ich nicht ernst nehmen. Der sagt immer nur shit und fuck. Was er macht, ist Comicsatire, indiskutabel und Schrott, ein Steven Segal für Arme!"

Wahrscheinlich ist da doch einfach jemand nur sehr, sehr neidisch …

Hili Ingenhoven Gala


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