Til Schweiger: Das bereut er an seiner Facebook-Pöbelei

Til Schweiger meldet sich aus dem Auge des Shitstorms zu Wort. Seinen Wut-Facebookpost habe er gar nicht böse gemeint

Nach der Kritik an seinem Doppel-"Tatort" schrieb sich Til Schweiger bei Facebook den Ärger von der Seele. Er machte sich über Krimikollegen lustig und bezeichnete Kritiker als "Trottel". Doch nun scheint sich der 52-Jährige falsch verstanden zu fühlen, denn eigentlich wollte er nur den Regisseur loben, wie er in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung erklärte.

"Ich wollte dem Christian Alvart einfach nur sagen, dass das, was er abgeliefert hat in den vier 'Tatort'-Folgen und auch in dem Kino-'Tatort' einfach seinesgleichen sucht. Ich wollte Christian Alvarts Arbeit einfach nur würdigen und habe das über Facebook getan", sagte Til Schweiger dem Blatt.

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In einem emotionalen Instagram-Post erinnert sich Pietro Lombardi jetzt an die schwere Zeit nach der Trennung von Ex-Frau Sarah zurück.
©RTL / Gala

Seitenhiebe für die Kollegen

Dennoch hatte er es sich nicht nehmen lassen auch noch ein paar Seitenhiebe zu verteilen. So zum Beispiel auf die angebliche Budgetverschwendung für "zwei moppelige Kommissare, die 'ne Currywurst verspeisen, oder ein Bier vor einem bayrischen Imbiss zocken". Offenbar meinte er damit die Kölner und Münchner "Tatort"-Teams, wollte diese allerdings nicht namentlich nennen. "Über mich und meine Figur 'Nick Tschiller' haben schon einige 'Tatort'-Kollegen ungefragt Quark erzählt", sagte Schweiger nun im Interview. "Ich persönlich habe noch nie über einen Kollegen Scheiße erzählt."

Sie sind die beliebtesten "Tatort"-Kommissare und ermitteln in Münster: Jan Josef Liefers und Axel Prahl lösen in ihren Rollen die Fälle vor allem mit Humor. Die Zuschauer danken es ihnen, zum Beispiel mit der besten "Tatort"-Quote 2012. "Das Wunder von Wolbeck" schauten ganze 12,19 Millionen Menschen.

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Mehr Aufwand in Hamburg

Die 200.000 Euro mehr Budget für die Dreharbeiten seines "Tatorts" hält er derweil für gerechtfertigt, da "es eine viel höhere Leistung ist, was der Christian Alvart mit diesem Geld macht, was er in 90 Minuten an Non-Stop-Spannung und Action unterbringt. Das ist eben aufwendiger, als wenn du als 'Tatort'-Kommissar die ganze Zeit im Büro sitzt und Leute verhörst."

Mit dem Shitstorm nach seinem Wutausbruch hatte Til Schweiger übrigens gerechnet. "Wenn ich so etwas bei Facebook poste, dann weiß ich ja selber schon, was danach passiert."

Nur einen Punkt seiner Pöbelei hätte er wohl doch lieber etwas abgeschwächt: "Vielleicht hätte ich 'Trottel' durch ahnungslos ersetzen können. Das wäre pietätvoller gewesen."

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Kritik von Hans Sarpei

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