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Thomas Häßler Er spricht über seinen Gedächtnisverlust

Thomas Häßler
Thomas Häßler
© Matthias Koch / imago images
Die Sportwelt sorgt sich weiterhin um den Weltmeister: Thomas Häßler musste aufgrund seines Gesundheitszustandes sein Trainer-Amt beim BFC Preussen auf unbestimmte Zeit niederlegen. Jetzt spricht er über seine Beschwerden.

Thomas Häßler, 56, ist derzeit Trainer beim Sechstligisten BFC Preussen. Doch bereits Mitte August hat die Fußballgröße den Klub wegen gesundheitlicher Probleme beunruhigt. Häßler habe vor der Partie gegen Hilalspor am 17. August 2022 eine Ansprache halten wollen, doch plötzlich Nackenschmerzen, Gedächtnisverlust und später auch einen Tinnitus erlitten, wie "Bild" berichtete. Der Weltmeister von 1990 ist bis auf Weiteres krankgeschrieben. Nun gibt Häßler ein Gesundheitsupdate.

Thomas Häßler: "Ich bin ein Kämpfer"

Nachdem Thomas "Icke" Häßler bereits Ende Juli mit Gedächtnisproblemen zu kämpfen hatte, sei es am 17. August erneut zu einem Blackout gekommen. "Ich kann mich gut daran erinnern. Meine Gedanken waren ganz plötzlich weg. Ich wusste nicht mehr, was ich der Mannschaft zuvor sagen wollte", erklärt er gegenüber "Bild".

Und weiter: "Ich bin nicht todkrank, aber die Ursachen sind leider noch ungeklärt. Ich habe mit vielen Leuten gesprochen, auch das Wort Burnout fiel da bei ganz ähnlichen Symptomen. Ich bin gespannt, was die Auswertungen nächste Woche ergeben. Ich wurde in fast allen Abteilungen eines Ärzte-Hauses in Charlottenburg auf den Kopf gestellt." Momentan gehe es ihm "den Umständen entsprechend gut" und er freue sich über die zahlreichen Anrufe und Genesungswünsche von Rudi Völler, 62, und Co. "Die Anteilnahme ist überwältigend, das gibt mir viel Kraft und hilft sehr in dieser Zeit. Ich bin ein Kämpfer. Ich will das hinkriegen und so schnell wie möglich an die Seitenlinie zurückkehren", unterstreicht der Trainer.

"Ich bin momentan nicht in der Lage, eine Mannschaft zu trainieren"

Bisher hätten medizinische Untersuchungen noch keinen Aufschluss über die Ursache seiner Symptome gegeben. "Ich bin momentan nicht in der Lage, eine Mannschaft zu trainieren, solange ich nicht weiß, was ich habe", sagte der 56-Jährige vor Kurzem gegenüber "Bild". Es sei eine weitere Blutuntersuchung durchgeführt worden, die Ergebnisse soll der Trainer am 15. September 2022 erhalten.

Sein Verein zeigte sich von den gesundheitlichen Problemen des ehemaligen Mittelfeldspielers betroffen und stand ihm zur Seite. "Wir sind schockiert über den Gesundheitszustand und machen uns große Sorgen, weil noch keiner weiß, was die Ursache ist", sagte Pierre Seiffert, Sportlicher Leiter des BFC Preussen, und fügte hinzu: "Wir lassen ihn nicht fallen. Thomas Häßler wird immer ein Preusse sein und bleiben. In welcher Funktion – ob als Trainer oder Funktionär – wird sich dann zeigen. Das hängt von seinem Gesundheitszustand ab." In den kommenden Wochen werde Daniel Volbert, 49, "Icke" als Trainer vertreten. "Häßler ist krankgeschrieben, nicht entlassen. Ich bin entsetzt, so einen wertvollen Trainer nicht mehr an der Seitenlinie zu haben – auf unbestimmte Zeit", betonte Seiffert schließlich erneut.

Verwendete Quelle: bild.de

sti Gala

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