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Thaddäus Meilinger Der GZSZ-Star hat heimlich geheiratet

Thaddäus Meilinger
Thaddäus Meilinger
© Picture Alliance
Verliebt, verlobt, verheiratet: Thaddäus Meilinger hat Ja gesagt! Still und heimlich, und das schon vor zwei Jahren. Im Interview mit GALA spricht der "GZSZ"-Schauspieler nun zum ersten Mal über den schönsten, aber auch spontansten Tag in seinem Leben.
Wenn Thaddäus Meilinger, 38 über die Liebe spricht, möchte man am liebsten gleich auch vor den Traualtar treten. So ehrlich, verliebt und zugleich vorsichtig spricht der Schauspieler über seine Frau Fritzi Malve Voss, die er vor zwei Jahren still und heimlich geheiratet hat.

Thaddäus Meilinger: So hat der "GZSZ"-Star geheiratet

Bis heute hat der Schauspieler nicht über seine Hochzeit gesprochen, in den letzten zwei Jahren haben er und seine Frau ihre Liebe ganz privat genossen - und sind sogar zum zweiten Mal Eltern geworden. Das Paar hat zwei gemeinsame Söhne, beide sind im Hause Meilinger zur Welt gekommen. Wieso Thaddäus Meilinger bei der Geburt seines ersten Kindes die Küche aufgeräumt hat und wie er den vermeintlich schönsten und zugleich spontansten Tag seines Lebens gefeiert hat, verrät der "Gute Zeiten schlechte Zeiten"-Schauspieler exklusiv im Interview mit GALA.
GALA: Ich habe gehört, dass ich Ihnen gratulieren darf… Herzlichen Glückwunsch zur Hochzeit!
Thaddäus Meilinger: 
Danke! Wir haben aber tatsächlich schon vor zwei Jahren geheiratet…
… und es ganz schön lange geheim gehalten.
Ja, wir haben uns mit allem viel Zeit gelassen, so waren wir auch vier Jahre lang verlobt und haben uns erst jetzt dazu entschieden, unsere Hochzeit bekannt zu machen.
Wieso erst jetzt?
Wir wollten diese Zeit für uns, wir haben ja auch nur uns zwei geheiratet, und dieses neue Leben wollten wir für uns bewahren. Für uns hat es eine große Bedeutung, verheiratet zu sein, und das hat erstmal gar nichts mit anderen zu tun. Das heißt nicht, dass wir das nicht auch groß feiern und mitteilen wollen. Aber jetzt erst fühlt sich der Zeitpunkt richtig an, die Freude zu teilen, und auch öffentlich von meiner "Frau" zu sprechen.
Wie haben Sie geheiratet?
In einem kleinen Standesamt auf dem Land, zwischen Berlin und Bad Saarow. Unsere Feier war sehr klein. Unsere Trauzeugen hatten ihren Sohn und wir unsere Kinder dabei. Ich habe es irgendwie geschafft, dass wir pünktlich gekommen sind. Wir hatten also alles, was es für eine typische Hochzeit braucht: ein weißes Kleid, ein Gedicht, einen Blumenstrauß, Freudentränen, und durch Zufall ein Festessen in einem Schloss nebenan - alles ist spontan an diesem Morgen entstanden. Wir hätten diesen Tag vier Jahre lang detailliert vorbereiten können, und dann hat sich alles von selbst ergeben. Das war schon eines der bedeutsamsten und zugleich lässigsten Dinge in meinem Leben.
Hat sich Ihre Partnerschaft seitdem verändert?
Ja, wir haben unserer Beziehung durch diese Entscheidung eine ganz neue Basis gegeben. Für mich hat eine Hochzeit eine unglaubliche Bedeutung, ich glaube fest an das Versprechen "Ein Leben lang, bis dass der Tod uns scheidet". Das verändert letztlich alles.

So hat der Schauspieler um die Hand seiner Frau angehalten

Wie war der Antrag?
Ganz klassisch, ich habe sie gefragt.
Darf ich fragen wie?
Oh, das ist eine lange Geschichte… (lacht) Uns verbindet ein romantisches Erlebnis mit der Stadt Weimar, deswegen wollte ich meiner Frau auch hier gerne einen Antrag machen. Allerdings fand in dem Restaurant unseres Hotels eine Veranstaltung statt, das hat mir nur leider niemand gesagt. Aber dann sind wir abends noch nach Leipzig umgezogen und haben in einem Lokal, was meiner Frau sehr gefällt und in dem man normalerweise keinen Tisch bekommt, spontan noch einen Platz bekommen. Die Sterne standen gut. Hier fand dann auch mein Antrag statt.
Sind Sie auf die Knie gegangen?
Nein, aber ich musste erstmal eine Flasche Champagner bestellen, bevor ich überhaupt ein Wort herausgebracht habe.
Sie waren sehr aufgeregt?
Ich war total nervös! Meine Frau hat derweil ganz begeistert die Karte von Anfang bis Ende vorgelesen und überlegt, was wir bestellen könnten und als sie fertig war, musste ich ihr erstmal beichten, dass ich nur bis zu den Suppen zugehört habe. Danach ist sie aber zum Glück irgendwann auf die Toilette gegangen, in der Zeit konnte ich mich sammeln und als sie zurück kam, habe ich gesagt, was zu sagen war, und sie gefragt, und sie ist mir sofort um den Hals gefallen. Was für ein Glück ich doch habe!
Wie romantisch! Waren Sie denn schon in den Flitterwochen?
Durch unsere Kinder und meine vielen Drehtage ist das schwierig, aber wir haben letztes Jahr einen ziemlich ausgiebigen Urlaub gemacht, das könnten wir unter unseren Flitterwochen verbuchen. Manchmal haben wir aber auch Flittertage.
Flittertage?
Ja, an solchen Tagen spüren wir diesen "Rausch der Hochzeit" ganz besonders. Solche Tage kommen meistens zufällig. 
Und was machen Sie dann?
Wir sagen Termine ab und machen was miteinander. Es geht uns dabei aber um keine Reise oder einen Wellness-Hotel-Aufenthalt, sondern um das Gefühl, eine Entscheidung fürs Leben getroffen zu haben. Meistens machen wir gar nichts und schauen uns an diesen Tagen inmitten des Alltags tief in die Augen, fasziniert davon, wie uns die Liebe immer wieder einholt.

"Ich war der Geburtshelfer Nummer eins"

Sie sind Vater von zwei Söhnen, beide hat Ihre Frau zuhause auf die Welt gebracht. Wieso haben Sie sich für eine Hausgeburt entschieden?
Schon zu Beginn der Schwangerschaft war uns klar, dass meine Frau nicht so gerne im Krankenhaus entbinden würde. Das Thema Hausgeburt kam durch eine Kollegin in mein Leben und ich habe das meiner Frau dann einfach mal vorgeschlagen. Ihre erste Geburtserfahrung hatte sie in einem Geburtshaus gemacht und war von der Idee, ein Baby zuhause zur Welt zu bringen dann genauso angetan wie ich. Ausschlaggebend war am Ende allerdings, dass wir eine Hebamme gefunden haben, die uns umfassend beraten hat.
Haben Sie sich schon vorher überlegt, wie alles ablaufen soll, wo das Kind geboren wird etc.?
Ja, wir wollten gerne, dass es eine Wassergeburt wird, dafür haben wir extra einen Geburtspool im Wohnzimmer aufgestellt. Man macht sich vorher natürlich ein Bild davon, was schön wäre, aber am Ende ist jede Geburt ganz eigen, und es geht darum, Möglichkeiten zu schaffen für eine spontane Reaktionen. Letztlich ist eine Geburt immer eine Meisterleistung der Frau, und sie muss jederzeit die Möglichkeit haben, sich für etwas anderes zu entscheiden, als geplant. Sie muss sich wohl fühlen, das hat oberste Priorität. Eine Grundregel bei Hausgeburten ist auch immer Plan A, B und C.
Und wie sahen ihre Pläne aus?
Plan A war die Hausgeburt, Plan B eine Klinik mit Geburtshilfe, falls das Kind ungünstig liegt oder eine Hausgeburt aus anderen Gründen nicht in Frage kommt, und Plan C das nächstliegende Krankenhaus, wenn unter der Geburt verlegt werden muss.
Aber Sie konnten bei beiden Geburten an Plan A festhalten?
Es lief alles glatt. Vor drei Jahren ist unser Kind dann zwar nicht im Wasser, sondern auf dem Sofa geboren worden, aber unser jüngster Sohn kam tatsächlich im Wasser zur Welt.
War ihr Sohn und ihr Stiefsohn bei der Geburt Ihres Jüngsten dabei?
Für unseren dreijährigen Sohn war es nichts neues, dass sein Geschwisterchen zuhause geboren wird, er weiß ja selber, dass er auf dem Sofa zur Welt gekommen ist. Aber wir haben ihm den Vorschlag gemacht, dass er an diesem Tag zu einem Kindergartenfreund geht und wenn er zurückkommt, sein Bruder auf ihn wartet. Das hat gut geklappt. Unser Dreizehnjähriger konnte natürlich viel mehr mitentscheiden und hat sich zuerst auch eine Verabredung organisiert, sich dann aber doch kurzfristig nochmal umentschieden und war schließlich mit uns zuhause.
Er hat die Geburt also hautnah mitbekommen?
Nicht wirklich. Er hat sich seinen Schutzraum gesucht und zurückgezogen. Aber er war auf diese Weise in der Nähe.
Aber Sie waren die ganze Zeit dabei?
Genau, ich war der Geburtshelfer Nummer eins. Bei der ersten Geburt hatte ich Startschwierigkeiten, da habe ich mich anfangs etwas im Hintergrund gehalten und zwischendurch die Küche aufgeräumt.
Wieso?
Ich glaube, es gab zwischendurch einfach Momente, in denen ich nicht so genau wusste, wie meine Rolle aussehen soll. Und da habe ich mich eben ganz archaisch um die Höhle gekümmert. Aber als mich meine Frau zu sich gerufen hat, war ich natürlich sofort zur Stelle.
Wovor hatten Sie Angst?
Angst hatte ich nicht, bei der Geburt unseres ersten Kindes nur etwas Sorge, dass ich nicht rechtzeitig da bin.
Oh nein.
Ja, ich habe in dieser Zeit in Köln gedreht und mein letzter Drehtag sollte zwei Wochen vor dem errechneten Termin sein. Das war dann aber doch etwas zu knapp, da wurde ich zwischendurch echt nervös.
Aber Sie haben es rechtzeitig geschafft?
Zum Glück, ein Wunder der Natur: Die Geburt ging genau am Morgen nach meiner Ankunft los. Manchmal gibt es anscheinend zwischen der Mutter und ihrem Baby kleine Absprachen. (lacht)
Wie hat Sie das Vater-Sein verändert?
Dinge sind wichtiger geworden. Oder unwichtiger. Wie man’s nimmt.
Zum Beispiel?
Es gibt so viele neue Entscheidungen, die erst durch Kinder entstehen. Erst gestern hat mir ein befreundeter Künstler gesagt, dass er unglaublich schwer aufstehen kann. Das kann ich zum Teil verstehen, aber wenn mein Kind nachts wach wird, stehe ich einfach auf, ohne lange darüber nachzudenken. Letztens habe ich zum Beispiel mit meinem Sohn eine Nachtwanderung gemacht, dann haben wir uns angehört, wie still die Welt um 3 Uhr nachts klingt. Davon war der Kleine total fasziniert. Und seitdem kann er nachts viel gelassener wieder einschlafen, wenn er mal wach wird. Der Ausflug wurde damit viel wichtiger als die zwei Stunden Schlaf, die mir zuvor wichtig gewesen wären.
Möchten Sie noch mehr?
Die Vorstellung von einer großen Rasselbande im Haus, gefällt uns schon sehr, aber wir sind nicht mehr die jüngsten Eltern und das spielt bei der Überlegung natürlich eine große Rolle. Jetzt ist erstmal unser Jüngster da und wir genießen das Leben zu fünft.
Drei Kinder sind ja auch toll!
Total! Ich habe zwei leibliche Söhne und einen Stiefsohn, ich glaube, ich bin gut versorgt, was das Thema Kinder angeht. (lacht) Uns fehlt es da an nichts.

Thaddäus Meilinger: Bald wieder bei "GZSZ"

Sie sind vor über zwei Monaten in Elternzeit gegangen und stehen ab Mitte März wieder für "Gute Zeiten schlechte Zeiten" vor der Kamera. Wie haben sich die letzten zwei Monate angefühlt?
Als ich am 19. Dezember meinen letzten Drehtag hatte, bin ich danach für einen Tag in die Natur gefahren, um einfach mal runterzukommen. Und dann bin ich zuhause aufgelaufen und habe mich all dem gewidmet, was ich sonst gerne an andere übertrage: Wäsche waschen, Altglas wegbringen, den Werkzeugkeller ordnen (lacht) und natürlich viel mehr Zeit mit meinen Kindern verbracht.
Haben Sie denn trotzdem ab und zu "GZSZ" geschaut?
Ich muss gestehen, dass ich mich wirklich konsequent aus der Serie gezogen habe. Klar, ein paar Ausschnitte aus Geschichten, die mir am Herzen lagen, habe ich mir mal angesehen, aber sonst nichts.
Freuen Sie sich darauf, bald wieder vor der Kamera zu stehen?
Natürlich!
Aber Ihre Familie ist mit Sicherheit traurig, oder?
Na klar! Vor allem meinem dreijährigen Sohn sehe ich jetzt schon an, dass er mich sehr vermissen wird… Aber das Schöne ist ja, dass sich Kinder viel schneller an Veränderungen gewöhnen als Erwachsene: Er wird mir schneller zeigen, wie damit umzugehen ist als ich ihm.
Verwendete Quellen: eigenes Interview
In der neuen Folge (ab Freitag, 6. März, bei audionow) vom Elternpodcast "Ich zähl jetzt bis drei" unterhält sich Thaddäus Meilinger mit Nina Bott ausführlich über seine Erfahrungen mit Hausgeburten.
Gala

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