Terror in Paris: Anschläge überschatten DFB-Länderspiel

Eine Welle der Gewalt hat Paris überrollt: In der französischen Hauptstadt gab es während des Fußball-Länderspiels gegen Deutschland mehrere Terroranschläge mit vielen Toten

Zuschauer im Stade de France, Oliver Bierhoff

Paris steht unter Schock: Am Freitagabend (13. November) hat eine Reihe von Anschlägen mit vielen Toten die französische Hauptstadt erschüttert. Zu der Zeit fand dort auch ein Fußball-Länderspiel zwischen Frankreich und Deutschland statt.

Explosionen und Schießereien

Berichten zufolge habe es etwa in der 20. Minute des Freundschaftsspiels zwischen der deutschen und der französischen Fußballnationalmannschaft einen lauten Knall gegeben. Dem Sender TF1 zufolge sollen durch vermutlich zwei Selbstmordanschläge mehrere Bomben in der Nähe des Stade de France detoniert sein. An sechs weiteren Standorten soll es außerdem zu Schießerein gekommen sein.

Paris in Angst: Die Stadt wird von mehreren schweren Attentäten erschüttert.

Angst und Schrecken

Laut "welt.de" sei Staatspräsident in der zweiten Halbzeit des Länderspiels evakuiert worden, Hubschreiber kreisten, zeitweilig habe niemand das Stadion verlassen dürfen. Bilder zeigen, wie Fans und Zuschauer nach Abpfiff in Angst und Panik von der Tribüne auf das Spielfeld laufen. "Abpfiff. Aber der Fußball ist an diesem schwarzen Abend von Paris weit in den Hintergrund gerückt", schreibt das DFB-Team auf seiner Twitter-Seite.

Je suis Charlie

Die Stars zeigen Anteilnahme

Amal Clooney und weitere Gäste gedenken bei den "Golden Globes" den Opfern des Anschlags auf das Satire-Magazin "Charlie Hebdo".
Joshua Jackson und Diane Kruger
Wie viele Schauspieler an diesem Abend zeigt sich Kathy Bates solidarisch nach dem Anschlag in Frankreich und hält den Spruch "Je suis Charlie" in die Kameras.
Auch Helen Mirren bezieht sich mit ihrem Schild "Je suis Charlie" auf das Attentat in Paris, bei dem zwölf Menschen starben.

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Die deutsche Nationalmannschaft habe "welt.de" zufolge länger als eine Stunde in den Katakomben ausgeharrt, bevor sie in Kleinbussen aus dem Stadion gebracht worden sei. zeigte sich erschüttert über die schrecklichen Ereignisse. "Bei den Spielern ist eine große Angst und Verunsicherung da. Auch Betroffenheit", beschrieb der Teammanager dem Bericht nach die Lage in der Kabine.

Schon am Nachmittag habe die Mannschaft ihr Hotel wegen einer Bombendrohung verlassen müssen.

Über 100 Tote und 200 Verletzte

Laut jüngsten Meldungen sollen bisher mehr als 120 Menschen durch die Terrorserie ihr Leben verloren haben - darunter bei der Erstürmung einer Konzerthalle, in der es zuvor eine Geiselnahme gegeben haben soll. "Tagesschau.de" berichtet außerdem unter Berufung auf Ermittlerkreise von mehr als 200 Verletzten. 80 davon seien schwer verletzt.

Laut der französischen Nachrichtenagentur "AFP" seien bisher acht Täter getötet worden. François Hollande verhängte für das ganze Land den Ausnahmezustand.

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