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Emma Raducanu Das Märchen von New York

Emma Raducanu
Emma Raducanu
© Paul Zimmer / imago images
Mit gerade mal 18 hat die Engländerin Emma Raducanu die US Open gewonnen. Und verzaubert mit ihrem Lachen und ihrer Natürlichkeit die ganze Welt.

Da ist noch Platz in ihrem Regal zu Hause im Wohnzimmer. Die Trophäen auf dem oberen Boden stehen recht weit auseinander, genauso wie die Bilder darunter. Doch jetzt wird es schon ein bisschen enger als auf dem Foto, das Emma Raducanu vorigen November zu ihrem 18. Geburtstag postete: Die silberne Siegertrophäe der US Open bekommt einen Ehrenplatz. Sie steht dafür, dass Emma Tennisgeschichte geschrieben hat. Und sie markiert einen persönlichen Wendepunkt im Leben der jungen Sportlerin.

Emma Raducanu: Der US Open-Sieg machte sie zum Tennisstar 

Ihr historischer Sieg im Finale gegen die Kanadierin Leylah Fernandez, 19, hat Emma zum Superstar gemacht. Sportlich attestieren Experten ihr das Potenzial von Tennislegenden wie Martina Navratilova. Und auch finanziell wird es interessant für die Britin.

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Der Marketing-Experte Jonathan Shalit prophezeit, dass sie ihre Kollegin Naomi Osaka an Werbeeinnahmen übertreffen wird. Und die wurde mit 40 Millionen Dollar im Jahr zur bestverdienenden Sportlerin der Welt. Für wen Emma neben ihren bisherigen Partnern Nike und Wilson künftig werben wird, darüber macht sie sich keine Gedanken. Sie muss erst mal ihren Erfolg verkraften. "Eine Überraschung? Ein Schock? Verrückt? Von allem ein bisschen", jubelte sie im Arthur-Ashe-Stadion von New York, während ihre Eltern Renee, eine Chinesin, und Ian, ein Rumäne, zu Hause in England fassungslos vor dem Fernseher saßen. Aufgrund der Pandemie-Einreisebeschränkungen konnten sie nicht in die USA reisen.

Ihr gratulierte sogar die Queen

Was für ein Märchen! Als Emma zwei ist, ziehen die Eltern mit ihr von Kanada nach England, arbeiten dort in der Londoner Finanzbranche hart, damit ihre Tochter eine unbeschwerte Kindheit erlebt und ihr Abitur machen kann. Und sie treiben viel Sport. Das Motocross hat es Vater wie Tochter angetan. Emma dagegen spielt seit ihrem fünften Lebensjahr Tennis. Wie gut sie ist, hat sie im Sommer schon beim Turnier in Wimbledon gezeigt. Da musste sie dann allerdings wegen Atemnot und Schwindelgefühl aufgeben.

In New York zeigte sie jetzt ihr ganzes Können. Als ungesetzte Qualifikantin holte sie sich einen der vier wichtigsten Titel der Tenniswelt. Kraftvoll, kompromisslos und ohne im ganzen Turnier auch nur einen einzigen Satz zu verlieren. Das beeindruckt sogar die Queen. "Es ist eine bemerkenswerte Leistung in so jungem Alter und ein Beweis für harte Arbeit und Engagement", gratulierte die Queen der neuen Nationalheldin.

Die Tennisheldin erklomm die Weltrangliste in Windeseile

Manche Experten sagen sogar voraus, dass Emma für ihren historischen Sieg geadelt werden könnte. Mit Sicherheit wird sie aber, mindestens in England, einen neuen Tennis-Boom auslösen. Ihr Instagram-Account explodierte am Tag nach ihrem Sieg auf 1,6 Millionen Abonnenten. Ihr Siegerinnen-Outfit war in den Geschäften umgehend ausverkauft, und in der Weltrangliste katapultierte sie sich von Platz 150 auf Rang 23. Dieses Märchen hat in New York gerade erst begonnen.

Gala

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