Angelique Kerber : "Ich bin mehr als Sieg oder Niederlage"

Hinter Angelique Kerber liegt ein hartes Jahr. Auf ihren größten Erfolg, Platz eins der Weltrangliste, folgte der brutale Absturz auf Platz 21. Wie hat sie das verkraftet?

9. September 2016: Sie ist die Nummer eins der Weltrangliste - Angelique Kerber. Zum ersten Mal nach Steffi Graf führt eine Deutsche die Spitze der Tenniswelt. Am Samstag steht in der US-Open im Finale und trifft auf die Tschechin Karolina Pliskova.

Die Bilanz von Angelique Kerber, 29, ist ernüchternd. Der Tennis-Star fiel im vergangenen Jahr von Platz eins der Weltrangliste auf Platz 21 zurück. Ein Rückschlag, den sie sich sehr zu Herzen genommen hat, wie sie im Interview mit dem Magazin "Emotion" zugibt. "Ich bin froh, dass ich das Jahr hinter mir habe", sagt sie ganz offen.

Erfolg blieb aus

Sie habe lange gebraucht, um mit sich mit dem ausbleibenden Erfolg abzufinden. "Als Weltranglistenerste hatte ich große Erwartungen an mich und war oft nicht fair zu mir", erzählt sie im Interview mit "Emotion". Es ist ihr nicht leicht gefallen, sich zuzugestehen: "Ich bin mehr als Sieg oder Niederlage."

Angelique Kerber ist eine Kämpferin

Bei allen Auf und Abs, die sie in 15 Jahren als Profisportlerin erlebt hat, habe sie jedoch nie daran gedacht aufzuhören.

Ich bin eine Kämpferin, sonst wäre ich auch nicht da, wo ich jetzt bin.

Ihr Durchhaltevermögen und Kampfgeist zahlt sich aus. Das neue Jahr beginnt für sie mit einem großen Erfolg: Beim Hopman-Cup in Perth (Australien) hat sie Chancen aufs Finale. Kerber bezwang im Einzel die Belgierin Elise Mertens und die Kanadierin Eugenie Bouchard und gewann mit Alexander Zverev auch das zweite Vorrundenspiel. 

Jetzt will sie wieder durchstarten

Beruflich wünscht sich Kerber, die am 18. Januar 30 wird, jetzt wieder das ganz große Tennis: Grand Slams. Doch auch persönlich hat sie sich für das neue Jahr und ihr neues Lebensjahr viel vorgenommen: "Ich will freier und gelassener an die Dinge herangehen." Ein Vorsatz, der ihr auf dem Weg zu den großen Turnieren, nur helfen kann.


Mit ihren 29 Jahren hat Angelique Kerber schon viel erreicht:

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