Taylor Swift: Urheberrechtsverletzung? - Die zwei Gesichter der Taylor Swift

Ausgerechnet sie! Taylor Swift muss sich derzeit den Vorwurf der Urheberrechtsverletzung gefallen lassen

Hat diese Frau zwei Gesichter? Erst im Juni beeindruckte Taylor Swift durch ihren Einsatz für Künstlerrechte. Die Sängerin schrieb einen offenen Brief an den Computerkonzern Apple, weil dieser für den Start seines neuen Musik-Streaming-Services ein dreimonatiges kostenloses Test-Abonnement anbot. Der Knackpunkt: Nicht nur Apple würde dadurch ein Vierteljahr nichts an dem Service verdienen, sondern auch die Künstler, deren Musik von den Kunden gehört wird. Etwas, das Taylor stark kritisierte – nicht für sich selbst, denn sie verdient jedes Jahr Millionen mit ihrer Musik, sondern als Unterstützung für die vielen Musiker, die am Anfang ihrer Karriere stehen und jeden Cent benötigen. Apple änderte daraufhin das Konzept und bezahlte die Künstler fairerweise. Doch auch mit Spotify hatte Taylor wegen Ungerechtigkeit schon Ärger. Ein vorbildliches Verhalten, das Taylor an den Tag legte, und für das sie auch heute noch viel Lob und Anerkennung erhält. Ja, so ist sie eben, die süße Blondine, die mit Country-Songs ihre Karriere begann. Wirklich? Jetzt zeigt Taylor nämlich scheinbar eine ganz andere Seite an sich und die ist alles andere als gerecht, sondern genau das Gegenteil.

Bild geklaut?

Ein Herz für Machos

In Sachen Männer hat Sophia Thomalla ein klares Beuteschema

Sophia Thomalla
Sophia Thomalla hat ein klares Beuteschema, was Männer angeht. Seit Anfang des Jahres turtelt das Model mit Fußballer Loris Karius, der nicht nur optisch in ihr Raster fällt.
©RTL / Gala

Eine Künstlerin namens Ally Burguieres beschuldigt die Sängerin nämlich, sie habe eines ihrer Bilder ohne Genehmigung im Internet verbreitet. Das Bild, das einen gemalten Fuchs zeigt, postete Taylor im Oktober 2014 im Zusammenhang mit einem Zitat aus einem ihrer Songs, um das damals bevorstehende Album "1989" zu promoten. Doch Taylor war offenbar nicht klar, wessen Bild sie da verwendet. Scheinbar malte ein Fan von Taylor das Motiv ab, unterzeichnete das Bild mit seinem Namen und schickte es an sein Idol. Daraufhin meldete sich Ally bei Taylors Management, merkte den Fehler an und forderte dazu auf, das Bild aus den sozialen Netzwerken zu nehmen. Dies geschah zwar nach einer Zeit, doch Geld sah die Künstlerin nach wie vor nicht. Nun veröffentlichte sie, wie zuvor schon Taylor bei Apple, einen offenen Brief auf ihrer Seite www.galleryburguieres.com an Taylor und ihr Team, in dem sie das Verhalten noch einmal anprangerte: "Meine Bemühungen, die Piraterie und unerlaubte Verbreitung zu bekämpfen, wurden wahrgenommen, weil du das Bild nach einigen Tagen gelöscht hast. Aber die Kopien des Bildes wurden schon verbreitet und hundertfach gedownloaded und es scheint, als wolltest weder du noch dein Team diesen Fehler korrigieren." Die Künstlerin sollte zwar einen vierstelligen Betrag erhalten, diesen müsse sie aber laut Anweisungen des Managements spenden – eine Unmöglichkeit für Ally Burguieres.

Verteidigung

Taylors Management verteidigte sich jedoch und behauptete gegenüber dem "Rolling Stone"-Magazin so ziemlich das Gegenteil von Allys Geschichte: „"Ungeachtet der enormen Publicity für Frau Burguieres und ihr Geschäft, machte Frau Swifts Büro ihr Anfang November ein faires Angebot von einer Zahlung, die deutlich über einer angemessenen Lizenzgebühr für solch kurze Zeit, in der das Fan-Bild online war, liegt. Das Angebot war für eine Zahlung an Frau Burguieres – es gab keine Aufforderung für eine Spende an irgendeine wohltätige Organisation." Außerdem behauptet das Management, es habe Ally mehrfach versucht zu erreichen, doch sie habe die Situation ohne vorheriges Gespräch öffentlich gemacht. "Diese Aktion zeigt uns ganz eindeutig, dass es nur eine bedauernswerte Bemühung ist, an noch mehr Geld und Aufmerksamkeit zu kommen." Daraufhin konterte Ally Burguieres in einem längeren Statement, sie wolle sich nicht unterbuttern und mit einem Angebot ruhig stellen lassen, sondern sich ganz einfach für die Rechte der Künstler einsetzen.

Was stimmt nun? Ist Taylor wirklich so korrupt, dass sie sich auf der einen Seite für arme Künstler einsetzt, aber auf der anderen Seite diese ausnutzt? Ihre Fans warten bestimmt darauf, dass die Sängerin selbst zu der Angelegenheit Stellung nimmt und nicht weiterhin nur durch ihr Management spricht.

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