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Tanja Bülter "Meine Kids geben mir Kraft"

Tanja Buelter
Tanja Buelter
© imago images
Tanja Bülter lässt sich vom Brustkrebs nicht unterkriegen. Im Interview mit GALA spricht die Moderatorin über ihren neuen Alltag und ihren Optimismus. 

Sie gehört zu diesen Menschen, die eigentlich immer fröhlich sind und die ganze Umgebung mit ihrer positiven Ausstrahlung anstecken. Doch im vorigen Herbst war auf einmal alles anders: RTL­-Moderatorin Tanja Bülter, 49, ertastete in ihrer Brust einen Knoten. Wenig später erhielt sie die Diagnose: Krebs. Ihren Optimis­mus will sie sich jedoch nicht nehmen lassen. Tanja Bülter kämpft.

Tanja Bülter im GALA-Interview

GALA: Wie geht es Ihnen im Moment?
Tanja Bülter: Ich stecke noch mitten in der Behand­lung, das ist ein Auf und Ab. Seit be­kannt ist, dass ich Brustkrebs habe, bin ich im Austausch mit vielen Frauen, denen es auch so geht. Ich bin über­wältigt und gerührt von all den Nach­richten, die mir so viel Mut zusprechen.

Ich bin optimistisch, dass ich zusammen mit meinen Lieben und ent­sprechender Unterstützung der Ärzte den Krebs bezwingen werde.

Wussten Sie gleich, was los ist, als Sie den Knoten fühlten?
An Krebs habe ich nicht gedacht. Aber es fühlte sich irgendwie komisch an – plötzlich war da ein Fremdkörper. Ich bin ganz optimistisch zur Ärztin ge­gangen und dachte, das wird wohl eine Entzündung oder eine Zyste sein.

Was ging Ihnen bei der Diagnose durch den Kopf?
Es war ja eine Schockdiagnose, mit der ich absolut nicht gerechnet hatte. Natürlich wusste ich um Brustkrebs, war auf vielen Events, die sich dem Kampf und der Aufklärung der Krank­heit verschrieben haben. Aber dass es mich trifft, damit habe ich nicht gerechnet. Ich denke, so geht es vielen Frauen.

Ich habe erst mal sehr viel recherchiert, was Behandlungsmetho­den betrifft, bevor ich dann mit meiner besten Freundin gesprochen habe.

"Ich möchte noch viel mit meinen Kids erleben"

Wie sieht jetzt Ihr Alltag zwischen Job, Mama-Sein und Chemotherapie aus?
Ich mache seit Herbst wöchentlich eine Chemotherapie. Gerade haben wir den Rhythmus geändert: Ich gehe jetzt nur noch alle zwei Wochen hin. In den ersten Tagen unmittelbar nach der Chemo brauche ich viel Ruhe, weil die Nebenwirkungen dann am schlimmsten sind. Da kommt manches wie das Homeschooling auch mal zu kurz. Die Aufzeichnungen für meine RTL­-Sendung "VIPstagram" legen wir immer so, dass genügend Abstand zur Chemo ist. Den Rest wuppe ich aus dem Homeoffice.

Meine Kinder sind auch viel selbstständiger geworden. Das hilft mir sehr.

Bei vielen betroffenen Frauen ist die Angst groß, die Haare zu verlieren. Wie konnten Sie das bislang verhindern?
Ich nutze seit Beginn der Chemo­therapie eine sogenannte Kühlkappe. Das ist zwar sehr unangenehm, weil man stundenlang einen kalten Kopf hat und friert. Aber ich habe meine Haare zum größten Teil behalten, bei mir wirkt es also. Leider wirkt es nicht bei allen Patienten.

Anfang 2020 haben Sie sich von Ihrem Mann getrennt. Wer unterstützt Sie jetzt?
In erster Linie meine Mama und tolle Freundinnen. Viel Hilfe kann ich aber leider im Lockdown gar nicht annehmen. Und meine Kids geben mir natürlich auch Kraft. Ich möchte noch viel mit ihnen erleben!

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Hat die Diagnose etwas an Ihrer Einstellung zum Leben verändert?
Viele Dinge verlieren an Wichtigkeit. Und ich höre jetzt mehr in mich hinein. 

Was haben Sie sich für dieses Jahr vorgenommen, mit welchem "Mantra" kämpfen Sie weiter?
Ich möchte meine Erfahrungen gern weitergeben, denn ich weiß, wie schwer es ist, einen Weg durch den Therapie­dschungel zu finden. Vor allem, wenn man im Grunde noch damit beschäftigt ist, die Diagnose zu verstehen und zu akzeptieren. Ich hoffe, ich kann meinen Optimismus weitergeben.

Gala

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