Sylvie Meis: Steckt die Ex-"Let's Dance"-Moderatorin in der Krise?

Sylvie Meis muss umdenken. Fernsehjobs bleiben aus, und ihre eigene Marke kämpft mit der Konkurrenz.

Sylvie Meis 

Eine 155-Quadratmeter Wohnung als "Kleiderschrank": Diesen Luxus will sich jetzt selbst Sylvie Meis, 41, nicht mehr leisten. Für ihre Zweitwohnung im schicken Hamburger Stadtteil Eppendorf, sucht sie ab 1. Oktober einen Nachmieter. Seit 2013 zahlte sie für das Penthouse mit fünf Zimmern und einer Dachterrasse mit Brunnen jeden Monat 4830 Euro, um dort lediglich ihre Kleidung zu lagern. Der "Bild"-Zeitung sagte sie jetzt: „Das ist nach sieben Jahren lächerlich, da muss irgendwann die Vernunft einfach auch siegen.“

Sylvie Meis, die in Hamburg ein Büro hat und mehrere Mitarbeiter beschäftigt, muss jeden Monat Fixkosten im geschätzt mittleren fünfstelligen Bereich decken. Dazu kommen private Ausgaben. In einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ im April 2018 sagte sie, sie plane allein für Mode „ein paar Tausend Euro“ im Monat ein. Diesen Lifestyle muss man sich erst mal leisten können. „Ich kann Luxus nur haben, weil ich hart dafür arbeite. Für mich gehört das zu dem Lebensmodell, für das ich mich entschieden habe“, sagte sie damals der SZ. Doch wie kommt jetzt überhaupt noch Geld in Sylvies Kasse?

TV-Jobs hat Sylvie Meis nicht mehr

Nach sieben Jahren bei „Let’s Dance“ ersetzte RTL Sylvie Meis 2018 durch Kollegin Victoria Swarovski. Ihre Rückkehr in die „Supertalent“-Jury im vergangenen Sommer endete nach nur einer Staffel, ihren Platz über- nimmt jetzt Sarah Lombardi. Und ihre eigene Castingshow „Sylvie’s Dessous Model“ floppte. Eine neue Staffel? Unwahrscheinlich. 

Als zweites Standbein betreibt sie ihre Firma "Meis Enterprise". Seit sie nicht mehr das Testimonial des Wäschelabels Hunkemöller ist, hat sich Sylvie Meis selbst zur Marke gemacht. Unter ihrem Namen verkauft sie eine Fitness-App, Kosmetik, Sonnenbrillen, Unterwäsche und Bademode. Für ihre erste eigene Wäschekollektion arbeitete sie anfangs mit Online- Gigant Amazon zusammen und wechselte nach einem Jahr im Herbst 2018 zum Kaufhaus Karstadt in den stationären Handel. Eine Kooperation, die ebenfalls auf ein Jahr ausgelegt war. 

Interview

Sylvies Verführungs-Tipps

Sylvie Meis

Hype um Kollektion ist mittlerweile vorbei

Für kaum eines der Teile, die zwischen 15,95 und 99,95 Euro kosten, muss man heute noch den Originalpreis bezahlen. Rabatte bis zu 60 Prozent bekommen Kunden unter anderem bei Karstadt und Amazon - sowohl online als auch im Kaufhaus. „Am Anfang ist die Kollektion im Einzelhandel sehr stark gestartet. Es war ein riesiger Erfolg. Mittlerweile hört man, dass der Hype vorbei ist“, erfährt GALA von einem Branchen-Insider. Flächen in Kaufhäusern sind stark umkämpft. Sylvie wird weiterhin alles daran setzen, dass ihre Marke dort nicht verschwindet. 

Instagram wird zur Einnahmequelle

Geld verdient sie mittlerweile auch mit ihren rund 1,1 Millionen Followern auf Instagram und 20000 Fans auf Youtube. Ihre Reichweite verkauft sie auch an andere Marken. Dafür schleckt sie sich den gesunden Brotaufstrich vom Finger, posiert mit einem Staubsauger oder hält auf einem Selfie ganz offensichtlich eine Cremepackung in der Hand. Mit ihren perfekt inszenierten Fotos wirbt sie außerdem für Fitnessfood, Handyhüllen, Champagner, Gesichtsmasken oder Körperpeelings. Seit Kurzem verkauft sie auch Vorlagen für Instagram-Filter. Für 9,95 Euro können Fans den Sylvie-Look für ihr eigenes Instagram-Profil runterladen. 

Während Sylvie Meis früher Instagram primär für Eigenwerbung oder private Einblicke nutzte, postet sie mittlerweile viele Fotos, die mit Werbung markiert sind. Pro Posting kann Meis schätzungsweise rund 10000 Euro verlangen.

An Geschäftsideen hat es Sylvie Meis nie gemangelt. Und das nötige Selbstvertrauen, sich nicht unterkriegen zu lassen, bringt sie auch mit. Nach ihrer größten beruflichen Krise, dem Aus bei „Let’s Dance“, versprach sie in GALA: „Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich mir in diesem Moment vor allem eines denke: ‚Watch me, jetzt erst recht!‘“ 

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