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Susan Sideropoulos Die Schule ihrer Kinder muss von der Polizei bewacht werden

Susan Sideropoulos
© Jeremy Moeller / Getty Images
Susan Sideropoulos begibt sich in der Dokumentation "Shalom & Hallo" auf die Reise der jüdischen Geschichte in Deutschland. Die Schauspielerin selbst ist gläubige Jüdin. Doch noch heute plagen sie Sorgen – angefangen bei dem Schulbesuch ihrer Kinder.

"Ich wünschte mir, vor der Schule meiner Kinder würde keine Polizei mehr stehen müssen. Aber leider sind das Fakten, denen wir ausgeliefert sind", offenbart Susan Sideropoulos, 41, im Interview mit "Bild am Sonntag". Allein der Gedanke daran, ob sie sich Sorgen muss, weil ihre Kinder offen mit einem Davidstern auf der Straße gehen, macht ihr deutlich, dass es immer noch ein großes Problem in Deutschland gibt. Denn die Polizei steht nicht vor der Schule, weil es dort Drogendelikte geben würde. Nein, die Beamten sind dort, um die jüdischen Schüler vor Anschlägen zu beschützen.

Susan Sideropoulos will ihre Kinder nicht "in Angst großziehen"

Ein Fakt, der den beiden Söhnen Liam und Joel lange nicht bewusst war. Die Jungs wuchsen in dem Glauben auf, dass vor jeder Schule eine dauerhafte Anwesenheit der Polizei nötig wäre. Susan Sideropoulos hat das Thema lange nicht angesprochen. "Weil ich mich weigere, meine Kinder in Angst großzuziehen, wurde das lange nicht thematisiert", so die einstige GZSZ-Darstellerin. 

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Vor allem der Zugang zu Social Media habe bei ihren Kindern ein Bewusstsein für Antisemitismus hervorgerufen. "Das erste Mal, als wir das Thema besprochen haben, war nach dem Attentat in Halle. Da haben meine Kinder mich plötzlich ganz offen am Frühstückstisch gefragt: 'Mama, warum hat ein Mann versucht, in eine Synagoge reinzukommen, um Menschen zu töten?'" Für die 41-Jährige ist nicht allein die Tatsache schmerzhaft, dass ihre Kinder solche Fragen stellen müssen, sondern welche Ausmaße die Verbreitung des Hasses auf Social Media annimmt. 

Susan Sideropolous will neue Türen öffnen und Vorurteile abbauen

Susan Sideropoulos habe selbst noch nie Antisemitismus am eigenen Leib erfahren müssen und dennoch ist das Thema omnipräsent. Für sie ist es daher eine Herzensangelegenheit, Vorurteile aus dem Weg zu räumen. In der Dokumentation "Shalom & Hallo", die am Montag, 25. Oktober 2021, um 20:15 Uhr im Ersten läuft, begibt sie sich auf eine persönliche Reise und taucht ab in 1700 Jahre jüdische Geschichte in Deutschland

"[E]s ist eine abwechslungsreiche Reise zwischen Historischem und dem heutigen Leben. Spannende persönliche Geschichten und für mich auch ein emotionales Wiedersehen mit meiner Heimat Hamburg", erklärt die Schauspielerin auf Instagram. Fans sind begeistert über den Einsatz der 41-Jährigen. "Danke Susan, dass du das Thema öffentlich machst", so der Tonus in den Kommentaren.  

Verwendete Quellen: bild.de, instagram.com   

jna Gala


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