Susan Sarandon: Papst als Nazi bezeichnet

In einem Interview hat Susan Sarandon Papst Benedikt XVI. einen Nazi genannt. Die katholische Kirche attackiert sie nun heftig

Dass sie kein Blatt vor den Mund nimmt, dafür ist Schauspielerin und Aktivistin Susan Sarandon bekannt. Doch nun hat sie es wohl übertrieben: Sie bezeichnete Papst Benedikt XVI. als Nazi. Zurückgenommen hat sie die Äußerung bisher noch nicht.

Im Interview mit einem Schauspielkollegen auf einer Veranstaltung in den Hamptons ging es um die "Occupy"-Bewegung, die weltweit für gerechtere Finanzsysteme und eine Einschränkung der Macht von Banken eintritt. Der Moderator Bob Balaban sprach Sarandon auf ihre oscarprämierte Vorstellung in "Dead Man Walking" an. Da entglitt der Preisträgerin das Mundwerk.

Charity

Helfende Hände aus Hollywood

Was für ein Tag im Disneyland! Die "Avengers" Paul Rudd, Scarlett Johansson, Robert Downey Jr., Brie Larson, Chris Hemsworth und Jeremy Renner feiern zusammen mit Disney-Chef Bob Iger die gemeinnützige Initiave "Avengers Universe Unites".
Großfirmen wie Lego, Amazon und Co. haben Geld und Spielzeug im Wert von über 5 Millionen Dollar gespendet, das kritisch kranken Kindern auf der ganzen Welt zugute kommt. Brie Larson erfreut damit schon mal die jungen Besucher.
Das Tollste für die Kids ist aber sicherlich, ihren Superhelden Captain Marvel , Thor und Co. auch mal die Hand schütteln zu können.
Amanda Seyfrieds flauschiges Accessoire für das Charity-Event von Best Friends Animal Society könnte passender nicht sein: Die Schauspielerin sowie viele andere Promis spenden an dem Abend für den US-amerikanischen Tierschutzverein, der sich gegen das Töten von Katzen und Hunden in US-amerikanischen Tierheimen einsetzt. 

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Der Film basiert auf einem Buch von Schwester Helen Prejean, in dem sich die Autorin klar gegen die Todesstrafe stellt. Sarandon erinnerte sich nun, dass sie damals den Film zum Anlass genommen hatte, um dem Papst das Buch zu schicken. "An den letzten, nicht an den Nazi, den wir jetzt haben", so Sarandon. Und statt danach ihr Versehen zu bedauern, wiederholte Sarandon ihre Meinung zu Papst Benedikt XVI. nochmal.

Die Äußerungen der renommierten Schauspielerin haben seither einen Sturm der Entrüstung innerhalb der katholischen Kirche losgetreten. Offizielle Vertreter weisen daraufhin, dass Josef Ratzinger sich während der Nazi-Herrschaft verweigert habe, an Versammlungen und dergleichen teilzunehmen.

Immerhin: In Hollywood ist Susan Sarandon mit ihrer Nazi-Attacke in prominenter Gesellschaft. Regisseur Lars von Trier, Mel Gibson, Charlie Sheen und Sänger John Mayer haben sich bereits Ähnliches erlaubt. Ob die passionierte Menschenrechtlerin und Umweltaktivistin sich jedoch gern mit diesen Herrschaften solidarisieren würde, ist eher unwahrscheinlich.

smb

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