Steve Bing: Wer war der Multimillionär?

Er war steinreich, mit Liz Hurley zusammen und in Hollywood wohlbekannt. Doch wer war Steve Bing, der laut US-Medien Selbstmord beging?

Steve Bing wurde mit 18 Jahren zum Multimillionär

Er hatte ein reiches, schillerndes Leben - das mit nur 55 Jahren endete: Es war mittags um 13 Uhr, die Sonne stand hoch im ewig blauen Himmel über der kalifornischen Pazifikküste, als der Multimillionär, Filmproduzent und Drehbuchautor Steve Bing (1965-2020) laut US-Medien in Los Angeles Suizid beging.

Der hochgewachsene (1,92m) Bing lebte zwar zurückgezogen in seinem dortigen Luxusapartment mit Blick auf das Meer, gleichwohl galt er als Womanizer im Filmbusiness von Hollywood. US-Medien berichten von Affären mit Stars wie Sharon Stone (62) und Uma Thurman (50) sowie dem Model Naomi Campbell (50). Und aus einer Beziehung mit Liz Hurley (55) stammt deren Sohn Damian (18).

Alfred Biolek

Er möchte keine 100 Jahre alt werden

Alfred Biolek
Alfred Biolek denkt über das Ende seines Lebens nach.
©Gala

Nur wenige Freunde wussten, dass Bing unter Depressionen litt. Diese Krankheit wurde offensichtlich von der Corona-bedingten Isolation verstärkt. Am Mittag des 22. Junis 2020 sah der 55-Jährige wohl keinen Ausweg mehr.

In die High-Society hineingeboren

Steve Bing entstammt einer wohlhabenden Familie, die zu den 400 reichsten in den USA zählt. Sein Großvater Leo S. Bing hatte seinen Reichtum mit dem Bau von Luxuswohnungen in New York gemacht. Der Vater Dr. Peter Bing war Arzt und beriet US-Präsident Johnson in gesundheitspolitischen Fragen, bevor er sich um das Familienvermögen kümmerte.

Steve Bing war erst 18, als er vom Opa 600 Millionen Dollar erbte. Zu diesem Zeitpunkt hatte er talentierte junge Mann bereits auf der Oberschule sein erstes Drehbuch geschrieben, "Missing in Action". Es wurde später mit Chuck Norris (80) verfilmt.

Obwohl er nicht mehr arbeiten musste, machte sich Bing einen Namen als Autor und Produzent. Er lieferte das Drehbuch für die Komödie "Kangaroo Jack" und produzierte Filme wie "Beowulf", "Der Polar Express" und "Shine A Light" mit den Rolling Stones. Mit Mick Jagger (76), Martin Scorsese (77), Warren Beatty (83), Hugh Hefner (1926-2017) und James Caan (80) war er befreundet.

Bei allem Glamour galt Bing als ausgesprochen publikums- und pressescheu. Er sah sich als Philanthrop, ein Menschenfreund, der sein Werk lieber im Verborgenen verrichtete. Bing trat der Aktion Giving Pledge der Milliardäre Bill Gates (64) und Warren Buffett (89) bei, die ihr Vermögen weitgehend der Allgemeinheit vermachen. Auch Bing wollte seinen Reichtum an Stiftungen spenden.

Sein Freund und ehemaliger US-Präsident Bill Clinton (73) sagte nach dem Tod: "Er hatte ein großes Herz und war bereit, alles für die Menschen zu tun, an die er glaubte. Ich werde ihn und seine Begeisterungsfähigkeit sehr vermissen und hoffe, dass er endlich Frieden gefunden hat."

Zwei Kinder aus zwei Affären

Einer breiteren Öffentlichkeit wurde Bing durch seine Liaison mit Model und Schauspielerin Elizabeth "Liz" Hurley bekannt, die er im Jahr 2000 kennengelernt hatte. Die Engländerin kam gerade aus einer langjährigen Beziehung mit Hugh Grant (59). Doch schon nach einem Jahr war es wieder aus mit der Liebe. Beim letzten gemeinsamen Urlaub in einem Ferienhaus von Elton John (73) an der Cote d'Azur eröffnete ihm Liz, dass sie schwanger sei. Ende 2001 wurde ihr Damian geboren. Bing hat zunächst bestritten, der Vater zu sein. Doch ein Gentest bestätigte seine Vaterschaft.

Es war nicht seine erste. Vor Liz Hurley hatte er ein Verhältnis mit der ehemaligen US-Tennisspielerin Lisa Bonder (54), die 1984 die Nr. 9 in der Weltrangliste war. Aus dieser Affäre stammt die Tochter Kira Bonder. Erst im Juli 2019 entschied ein US-Richter, dass sowohl Damian als auch Kira ein beträchtliches Vermögen aus dem Nachlass ihres Großvaters Peter Bing zustünde.

Hilfe bei Depressionen bietet die Telefonseelsorge unter der kostenlosen Rufnummer: 0800/111 0 111

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