Stephanie zu Guttenberg: Scheitern als Chance?

Wird Charity-Lady Stephanie zu Guttenberg durch den Skandal um ihren Mann jetzt noch stärker? Gala hörte sich in der Society um

Stephanie zu Guttenberg

Am liebsten nichts wie weg!

Urlaub machen - vielleicht bei der Verwandtschaft in Schweden? Solche Gedanken schossen Stephanie zu Guttenberg, 34, nach dem Rücktritt ihres Mannes durch den Kopf, wie eine ihrer guten Freundinnen Gala erzählte. Aus Rücksicht auf die Töchter Mathilde, 9, und Anna, 8, die in Berlin eine katholische Schule besuchen und erst zu Ostern wieder Ferien haben, habe sich Stephanie zu Guttenberg jedoch entschieden, in Berlin zu bleiben. An dem Ort, an dem das Leben ihrer Familie innerhalb weniger Tage auf den Kopf gestellt wurde.

Spendengala

Ein Herz für Kinder

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Ausgestanden ist die Plagiatsaffäre um die Doktorarbeit von Karl-Theodor zu Guttenberg, 39, noch lange nicht. Die Uni Bayreuth prüft, ob er vorsätzlich getäuscht hat. Und die Staatsanwaltschaft Hof leitete ein Ermittlungsverfahren gegen den zurückgetretenen Verteidigungsminister wegen Verletzung des Urheberrechts, Betrug und Amtsmissbrauch ein. Mehr als 80 entsprechende Anzeigen liegen vor.

Im Rampenlicht: Stephanie und Karl-Theodor zu Guttenberg bei der "Ein Herz für Kinder"-Gala im Dezember in Berlin.

"KT", wie er genannt wird, hatte noch eine ganze Reihe von Terminen in diesen Tagen: offizielle Entlassung durch den Bundespräsidenten, Übergabe der Amtsgeschäfte an Thomas de Maizière, Großer Zapfenstreich. Seine Frau dagegen, die seit ein, zwei Jahren mit vielen Charity- und Society-Auftritten im Rampenlicht stand, sah man nicht. Zieht sich Stephanie zu Guttenberg nun etwa zurück? Nein, meint ihre Freundin, Ski-Weltmeisterin Maria Riesch. "Stephanie ist eine sehr starke Frau, die ihre Ziele konsequent verfolgt. Sie lässt ihre Meinung nicht durch Druck von außen beeinflussen." Beide Frauen verbindet das Engagement für "Innocence in Danger", einen Verein, der gegen den sexuellen Missbrauch von Kindern kämpft.

Stephanie zu Guttenberg will sich weiter für diese Sache engagieren, genauso wie für den bayerischen Landesverband der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft, deren Schirmherrin sie seit zwei Monaten ist. "Natürlich ändert sich nichts in unserer Zusammenarbeit", versichert Pressesprecherin Sue Berki gegenüber Gala. "Sein Rücktritt und ihr Engagement sind völlig unabhängig voneinander." PR-Expertin Alexandra bestätigt dies: "Stephanie zu Guttenberg sollte sich unbedingt weiter für ihre Stiftungen engagieren. Würde sie das nicht tun, würde ihre bisherige Arbeit unglaubwürdig wirken."

Deutschlands Society hält offenbar weiter zu der geborenen von Bismarck, wie die Gala-Recherche ergab. "Sie steht mit ihrem Engagement eigenständig da und nimmt eine ganz eigene Position in der Gesellschaft ein", so die Berliner SocietyLady Marie Louise Berg. "Der Ruf von Stephanie zu Guttenberg wird meiner Meinung nach keinen Schaden davontragen, da sie eine starke Persönlichkeit ist, die unabhängig von ihrem Mann wahrgenommen wird", sagt auch "Exclusiv"-Moderatorin Frauke Ludowig. Und Anna von Griesheim, bei der Berliner Polit-Prominenz beliebte Modedesignerin, formuliert es so: "Ich bin sicher, dass alle, die mit ihr arbeiten, ihr Engagement weiterhin schätzen."

Buch-Autorin: Im Herbst stellte sie in Berlin ihr Buch "Schaut nicht weg!" vor. Es prangert den sexuellen Missbrauch von Kindern an und sucht nach Lösungen.

Auch kritische Stimmen halten sich allerdings. Die RTL2-Sendung "Tatort Internet", in der mit Stephanie zu Guttenberg als Galionsfigur mutmaßliche Pädophile geoutet wurden, bleibt umstritten. Einem Sprecher des Senders zufolge ist derzeit "keine weitere Zusammenarbeit" geplant. Der Vorwurf, die Guttenbergs hätten sich zu gern im Licht der Öffentlichkeit gesonnt, ist ebenfalls zu hören. PR-Lady von Rehlingen empfiehlt: "Die beiden sollten jetzt vorsichtig sein und den Ball erst mal flach halten. Sie waren von Anfang an medial 'overexposed'."

Jede Krise ist auch eine Chance, sagt ein Sprichwort. Für Stephanie zu Guttenberg könnte das laut Medienexperte Jo Groebel stimmen. "Früher wirkte sie fast zu glatt", findet er. Durch diese Geschichte könnte ihre Persönlichkeit sogar reifen."

, Mitarbeit: Sandra Reitz, Alexander Nebe

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