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Stephanie Stumph "Unser Kind ist unser Vertrag"

Stephanie Stumph: "Unser Kind ist unser Vertrag"
© imago images
Schauspielerin Stephanie Stumph übers Mama-Sein, den Mann ihres Lebens – und weshalb sie ihre Eizellen einfrieren ließ.

Dieses Jahr entpuppte sich als Glücksjahr für Stephanie Stumph: Sie wurde Mutter, ein lang gehegter Wunsch. Der Vater ihres Sohnes, ein Chirurg, arbeitet in München, also pendelt die Dresdnerin zwischen den beiden Städten.

GALA: Wie läuft es so? Schläft der Kleine schon durch?
Stephanie Stumph: Davon sind wir noch weit entfernt. (lacht) Aber er ist ein pflegeleichtes und neugieriges Kind, das den Trubel meines Lebens gut verkraftet. Es ist wunderbar, dass er da ist – ich liebe ihn sehr. Ansonsten ist Mama-Sein ganz schön stressig und eine Herausforderung, an der ich wachse. Es wäre gelogen, wenn man nicht erwähnen würde, dass man manchmal hart am Limit ist. Das kleine Lebewesen schenkt mir aber auch mehr Gelassenheit, etwa im Beruf. 

Sie nehmen ihn mit ans Set?
Ich habe acht Wochen nach der Geburt wieder gedreht, unter anderem das "Stubbe"-Spezial. Dort ist eh alles sehr familiär. Meine Mum passt auf den Kleinen auf, mein Vater hilft auch mit.

In einem unserer früheren Interviews sagten Sie, dass Sie bislang nur wenig fortpflanzungsfähigem Material begegnet seien. Was macht Ihren Freund zum Jackpot?
Er ist wahnsinnig loyal, liebevoll, verantwortungsbewusst. Und – das Beste – er hat überhaupt nichts mit meiner Branche zu tun. 

Stephanie Stumph: So unverhofft traf sie auf ihren Traummann

War es Schicksal, dass Sie ihm begegnet sind?
Ja, vermutlich musste ich vorher das eine oder andere mal danebengreifen. Daher weiß ich mein Glück noch mehr zu schätzen. Ich bin jeden Tag dankbar, dass ich Florian getroffen habe.

Kennengelernt haben Sie sich im Krankenhaus. Er behandelte Ihren Finger.
Ich habe ihn gesehen, und mein Bauchgefühl sagte sofort: Der ist es! Es war, als hätte sich ein Schalter umgelegt. Trotz der Schmerzen war das der schönste Tag des Jahres 2020.

Blitzverliebt! Ging’s ihm genauso?
Ich glaube nicht. Mein Finger war recht kompliziert gebrochen und verdreht. Weil ich zum besten Arzt wollte, hatte ich behauptet, ich sei Pianistin. Ein paar seiner Kollegen sind zurückgezuckt, weil ihnen die Verantwortung bei dieser OP wohl zu groß erschien. Ich musste ziemlich lange warten. Nach acht Stunden kam dann er.

Ein Glück, dass er Single war.
Ja. Da er nicht auf Sozialen Netzwerken unterwegs ist, konnte ich nichts über ihn rausfinden. Nicht mal, wie er ohne Maske aussieht. Mein Finger wurde in Dresden weiterbehandelt, aber seinen Nachsorgetermin habe ich zwei Monate später sehr gern wahrgenommen. Wir haben uns trotzdem noch lange gesiezt.

Ihren Traummann haben Sie für GALA mal so beschrieben: "Er sollte Ziele haben – beruflich und privat."
Das hat sich erfüllt, so schön wie in einem Kitsch-Roman. Es ist schwer, jemanden zu finden, mit dem man eine Familie aufbauen kann.

Stephanie Stumph: Darauf legt sie Wert in der Familienplanung

War gleich klar, dass Sie zusammen eine Familie gründen?
Wir kennen uns zwei Jahre, und unser Kind ist sechs Monate: Da war schon Tempo drin. Ich bin 38 Jahre alt. Warum warten, bis der Zug abgefahren ist?

Gab’s einen Heiratsantrag?
Nein. (lacht) Ich war noch nie jemand, der darauf Wert legt. Unser Kind ist unser Vertrag. Wir feiern bestimmt bald mal eine Party – eine Hochzeitsfeier muss das aber nicht sein.

Wünschen Sie sich weitere Kinder?
Vielleicht wage ich mich in ein paar Jahren an ein zweites Baby. Dann müsste ich womöglich meine eingefrorenen Eizellen herausholen.

Die gibt’s tatsächlich?
Ja. Da ich mit 35 Jahren keinen Freund hatte, dachte ich, ich sorge vor. Es hätte ja sein können, dass ich später mal einen Mann treffe, der unbedingt Kinder möchte. Und ich wollte nicht, dass diese Beziehung zu Bruch geht, weil ich kein Baby mehr bekommen kann. Ich selbst wollte mir die Option Kind ebenfalls offenhalten. Ich bin der Typ "Planerin".

Gala

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