Steffi Graf: Trauer um Vater

Peter Graf, der Vater und langjährige Manager der Tennis-Legende Steffi Graf, starb im Alter von 75 Jahren an Bauchspeichdrüsenkrebs

Er war der Mann hinter ihrem kometenhaften Aufstieg in den Tennis-Olymp: Steffi Graf, 44, trauert um ihren Vater Peter. Der Papa der Ausnahmesportlerin erlag nach wochenlangem Krankenhausaufenthalt am Samstag (30. November 2013) im Alter von 75 Jahren dem Bauchspeicheldrüsenkrebs. Auf ihrer Internetseite nimmt die Tennislegende Abschied: "Wir trauern still im Kreise unserer Familie und blicken zurück auf viele schöne Momente, die wir gemeinsam erlebt haben. Wir haben unserem Vater eine sehr glückliche Kindheit und einen großen Familiensinn zu verdanken." Unterzeichnet ist der Eintrag von "Stefanie Graf, Michael Graf und ihren Familien."

Steffi Graf und Vater Peter beim Sieg der US Open 1987


förderte das Talent seiner Tochter, seitdem diese drei Jahre alt war. Nachdem sie ihr erstes wichtiges Turnier gewonnen hatte, gab er seinen Beruf als Versicherungskaufmann und Gebrauchtwagenhändler auf und widmete sich ganz dem Training und dem Management seines Kindes. Die Tochter erklomm 1987 zum ersten Mal den ersten Platz der Weltrangliste, das nächste Jahr wurde das erfolgreichste ihrer Karriere: Steffi Graf gewann alle vier "Grand-Slam"-Turniere, damit gelang ihr der "Golden Slam" - bislang einmalig in der Tennis-Geschichte.

Peter Graf bei einem Tennis-Turnier im Jahr 2005. Er erkannte schon früh das Talent seiner Tochter und förderte sie.


Der Vater des Tennis-Genies managte die Karriere und das Vermögen fast im Alleingang. Dafür musste er sich viel Kritik anhören. "Es ist schon schwer, es allen recht machen zu wollen", meinte er in 1987 in einem Interview mit dem "Spiegel". 1997 erreichte er den traurigen Tiefpunkt seiner Managerkarriere, als er wegen Steuerhinterziehung zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt wurde. Im April 1998 wurde er vorzeitig aus der Haft entlassen. In Folge des Gerichtsverfahrens trennte er sich von seiner Frau Heidi, der Mutter von Steffi Graf, und heiratete später zum zweiten Mal. Ulrich Stein begleitete Peter Graf zwei Jahre lang für eine Verfilmung des turbulenten Lebens des ehrgeizigen Vaters. Der Autor betonte gegenüber dem "Spiegel": "Man sollte Peter Graf nicht nur als Steuersünder sehen. Ohne ihn hätte es Steffis Siegeszug, den alle Deutschen bejubelten, nie gegeben."

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