Stefanie Giesinger: Für ein Instagram-Bild wird sie heftig kritisiert

Model Stefanie Giesinger befindet sich derzeit in Malawi, um Gutes zu tun, so sagt sie. Doch dafür erntet sie bei Instagram jede Menge negative Kommentare.

Model und Influencerin Stefanie Giesinger, 23, sieht sich aktuell heftiger Kritik ausgesetzt. Auslöser dafür sind Bilder, die die GNTM-Gewinnerin von 2014 kürzlich auf ihrer Instagram-Seite hochlud. Dabei wollte sie laut eigener Aussage lediglich helfen. 

Stefanie Giesinger: Harte Kritik ihrer Follower

Zusammen mit einem Hamburger Start-up-Unternehmen befindet sich die 23-Jährige in Malawi. Dort will sie mit einem Projekt gegen den Hunger ankämpfen. Um auf diese Arbeit und die Notwendigkeit solcher Projekte aufmerksam zu machen, veröffentlichte Stefanie Giesinger kurzerhand einige Aufnahmen ihrer Reise auf Instagram. Eines der Bilder, das besonders viel negative Kritik hervorrufen sollte, zeigt sie bei der Essensausgabe an ein kleines, einheimisches Kind. "White Saviorism!" (bedeutet so viel wie "Weißer Retter") rufen zahlreiche Kommentatoren. Der Begriff impliziert, dass eine hellhäutige Person einer dunkelhäutigen Person zur Hilfe kommt - doch eben nicht aus Selbstlosigkeit sondern aus Eigennutz. Und so schlagen viele der Kommentare in ein und dieselbe Kerbe: "White Saviorism Complex. Befass dich damit und reflektiere danach, warum so viele Menschen deinen Post rassistisch finden."

"White Saviorism"?

So oder so ähnlich sehen es viele ihrer Follower. Sie unterstellen dem Model, die Fotos rein zur Selbstdarstellung nutzen zu wollen und zweifeln an ihren guten Absichten. Stefanie Giesinger jedenfalls hat sich die Nachrichten und Meinungen ihrer Fans offensichtlich zu Herzen genommen. Zwar befinden sich die Bilder nach wie vor auf ihrem Account. Doch sie hat den dazugehörigen Text noch einmal ergänzt. "Wir haben euch gehört und wir verstehen euch. Wir werden nun noch sensibler sein, wenn es darum geht, unsere Arbeit in Malawi zu zeigen." Vielen Followern und Kommentatoren reicht das allein nicht. Sie fordern, dass die Bilder von der Instagramseite entfernt werden. Doch stattdessen geht Stefanie Giesinger weiter in die Offensive. In einem späteren Post erklärt sie ausführlicher, was genau sie nach Malawi geführt hat und was sie vor Ort leisten will. So will sie nicht nur kurzfristig vor Ort helfen, sondern dauerhaft etwas gegen den Hunger in der Welt unternehmen. Im kommenden Jahr wird sie dafür ein Eis auf den Markt bringen, dessen Erlös zu 100 Prozent in die Entwicklungshilfe in Malawi fließen soll. Laut Plan sollen dann mehr Kinder mit regionalem Mittagessen versorgt werden und sogenannte "Gesundheitsclubs" für Mädchen und Junge gegründet werden. 

Nichts für schwache Nerven

Stefanie Giesinger zeigt den Heilungsverlauf ihrer Narbe

Stefanie Giesinger
Stefanie Giesinger ist mit ihren über drei Millionen Instagram-Followern eine der erfolgreichsten "GNTM"-Teilnehmerinnen überhaupt. Doch die Influencerin hat auch ein schweres Schicksal - seit ihrer Geburt leidet sie an dem Kartagener-Syndrom.
©Gala

Jeder sollte seinen Beitrag leisten

"Ich glaube, dass wir alle einen Anteil an der Lösung unserer gemeinsamen Probleme haben. Das ist meiner", schreibt sie bei Instagram. Und ob es nun ein Fall von "White Saviorism" oder "Manchen kann man es einfach nicht recht machen" ist, muss letztendlich jeder für sich entscheiden. Zumal nur Stefanie Giesinger letztendlich wissen kann, ob selbstlose oder doch eigennützige Beweggründe vorliegen. Eines jedoch hat das Model ganz klar bewirkt: Sie hat jede Menge Aufmerksamkeit auf das Projekt gelenkt. 

Verwendete Quelle: Instagram

Themen

Erfahren Sie mehr:

Star-News der Woche