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Stefanie Giesinger "Ich hatte Suizidgedanken"

Model und Unternehmerin Stefanie Giesinger
Model und Unternehmerin Stefanie Giesinger
© Getty Images
Schon im Sommer 2019 sprach Stefanie Giesinger über Selbstzweifel und düstere Gedanken. Im letzten Jahr erklärte sie, an Depressionen zu leiden. Nun macht die Gewinnerin von "Germany's Next Topmodel" 2014 ein weiteres Geständnis. 

Auf dem YouTube-Kanal der Organisation "Freunde fürs Leben e.V" spricht Stefanie Giesinger, 24, mit Moderator Markus Kavka, 53, über Depressionen und die schlimmste Zeit ihres Lebens.

Stefanie Giesinger: "Die Zeit ist für mich wie ein dunkles Loch" 

Stefanies Erfahrungen mit Depressionen liegen erst einige Monate zurück. "Ich habe sehr viel geweint und wollte irgendwann nicht mehr aus dem Bett aufstehen", erzählt die Unternehmerin. In der Öffentlichkeit und bei Jobs ließ sie sich zwar nichts anmerken, doch zu Hause brach dann oft alles auf sie ein. Von dem akuten Ausbruch der Depressionen und die Zeit währenddessen weiß das Model fast nichts mehr. "Ich kann mich so schlecht daran erinnern, was da alles passiert ist. Für mich ist die Zeit einfach wie ein dunkles Loch. Ich kann mich nur daran erinnern, dass ich sehr verwirrt war."

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Stefanie litt unter Selbstmordgedanken

Während ihrer Depressionen hatte das Model mit Suizidgedanken zu kämpfen. Schließlich kam sie an den Punkt, an dem sie merkte, dass sie etwas ändern muss. "Ich habe gemerkt, dass es so nicht weiter geht und dass mir diese Gedanken auch selbst Angst machen", gesteht sie ein.

In dieser schweren Zeit immer an Stefanies Seite: Freund Marcus Butler, 29. Er hat sie in der Phase stets unterstützt und ihr Halt gegeben. "Er hat mir sehr viel geholfen, aber wusste irgendwann auch nicht mehr weiter. Als ich fertig war mit traurig sein und negativen Gefühlen habe ich einfach gar nichts mehr gefühlt. Ich war einfach nur noch da, wollte aber gar nicht da sein." 

Stefanie Giesinger: "Depressionen sind wie eine toxische Beziehung"

Geholfen hat der GNTM-Gewinnerin eine Therapie. Besonders wichtig für sie: Die Krankheit anzunehmen und zu akzeptieren, dass sie mal stark anwesend ist und manchmal auch in den Hintergrund rückt. Die 24-Jährige versucht, die Depression als eine Person zu wahrzunehmen. 

"Ah, da ist sie wieder, die tolle Depression. Hallo. Du besuchst mich wieder, wie lange bleibst du diesmal? Also ich seh die Depression wie eine toxische Beziehung." 

Auch das Reden über Gedanken und das Aufarbeiten von Erlebnissen hat ihr geholfen. "Ich glaube bei fast allen Menschen ist in der Kindheit mal was passiert, was einen stark prägt. Und das alles aufzuarbeiten war sehr viel und ich bin immer noch nicht fertig damit, aber es ist bitterlich nötig." 

Stefanie ist sich sicher, dass es noch eine Zeit dauern wird, bis sie sich selbst wieder findet und bis sie ganz losgelöst sie selbst sein kann. Aber sie befinde sich auf einem guten Weg. 

Verwendete Quelle: youtube.com

Information zu Hilfsangeboten

Sie haben suizidale Gedanken? Die Telefonseelsorge bietet Hilfe an. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter 0800/1110111 und 0800/1110222 erreichbar. Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Seite der "Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention".

Gala


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