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Stars auf Ibiza Ölrausch statt Party?

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© Corbis, instagram.com/parishilton
"Gala" sprach mit empörten Ibiza-Promis wie Paris Hilton und P.Diddy über die Pläne, vor der Baleareninsel Erdöl zu fördern

Kylie Minogue und P. Diddy feiern fast jeden Sommer auf Ibiza in angesagten Beachclubs wie dem "Blue Marlin", James Blunt und Jade Jagger besitzen auf der Insel Millionenvillen, und Paris Hilton verbrachte 2013 dort den gesamten August. Der Jetset liebt "La Isla Blanca" - nicht nur wegen der wilden Partynächte, sondern auch wegen der atemberaubend schönen Natur.

Sind Bohrtürme bald bittere Realität? Der Mineralölkonzern Cairn Energy will vor Ibiza fördern.
Sind Bohrtürme bald bittere Realität? Der Mineralölkonzern Cairn Energy will vor Ibiza fördern.
© Picture Alliance

Die allerdings ist derzeit akut bedroht: Bereits 2011 hat die spanische Regierung dem schottischen Mineralölkonzern "Cairn Energy" die Genehmigung erteilt, nur wenige Kilometer vor Ibiza Probebohrungen durchzuführen. Nun werden die Pläne konkreter. Erster Schritt: Durch Detonations-Schallwellen soll erforscht werden, wo sich eine Förderung besonders lohnt. Allein das könnte schlimmste Schäden für Flora und Fauna bedeuten - zum Beispiel ein Fischsterben auslösen. Pläne, die Wut und Gegenwehr provozieren: Innerhalb kurzer Zeit unterzeichneten bereits mehr als 60 000 Menschen eine Protest-Petition.

Stars wie James Blunt setzen sich dafür ein, dass Ibizas Natur unbedroht bleibt.
Stars wie James Blunt setzen sich dafür ein, dass Ibizas Natur unbedroht bleibt.
© Splashnews.com

Auch viele Stars haben sich angeschlossen, so zum Beispiel Sienna Miller und Paris Hilton. "Ich appelliere an alle Menschen, die Ibiza genauso lieben wie ich. Bitte helft mit, dass dieses Ölförderprojekt gestoppt wird!", äußert sich das It-Girl gegenüber "Gala". Kate Moss und James Blunt twitterten ein Bild von sich und einem Schild mit der Aufschrift "Ibiza sagt Nein!". Und P. Diddy beschreibt die Pläne gegen- über "Gala" als "eine Katastrophe in jeder Beziehung. Sollte es tatsächlich zu einer Förderung kommen, wäre das fatal für den Tourismus und eine Belastung der Umwelt nur eine Frage der Zeit." Dann nämlich treten technisch bedingt automatisch immer wieder kleine Mengen Erdöl aus, die Ibizas Strände verschmutzen würden.

"Die Insel wird von vielen Menschen nur als Partyinsel wahrgenommen. Aber hier geht es um die Umwelt - und um unser Gewissen, wenn wir nicht handeln", mahnt Jade Jagger. Und Pop-Lady Sophie Ellis-Bextor unterstreicht im Gespräch mit "Gala", dass dieses Naturparadies unbedingt für die kommenden Generationen erhalten bleiben müsse. Bleibt die Frage, ob die lautstarken "Nein!"- Rufe auch in Madrid erhört werden. Der Mineralölkonzern "Cairn Energy" zumindest zeigt sich bislang eher unbeeindruckt. Die Förderpläne seien sorgfältig durchdacht, ließ der Multi durch einen Sprecher verlauten - und der Schutz der Umwelt stehe ohnehin immer an erster Stelle …

Alexander Nebe Gala


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