Zwei an einem Tag: Mehr als eine Liebesgeschichte

Über zwanzig Jahre lang treffen sich Emma und Dexter immer an "ihrem" Tag: Hinter dem Film "Zwei an einem Tag" steckt ein Millionen-Seller.

Zwei junge Menschen lernen sich kennen, gehen nach einer Nacht wieder auseinander, können einander aber nicht vergessen - so weit, so bekannt. In "Zwei an einem Tag" (27.7., Das Erste, 20:15 Uhr) wird diese Geschichte aber auf eine besondere Weise erzählt: 20 Jahre lang treffen sich Emma (Anne Hathaway) und Dexter (Jim Sturgess) regelmäßig, jeweils am 15. Juli, dem Beginn ihrer gemeinsamen Geschichte. Nach einer feuchtfröhlichen Examensfeier verbringen sie die Nacht miteinander, werden aber nur ziemlich beste platonische Freunde. In den kommenden zwei Jahrzehnten berichten sie sich jeweils an "ihrem" Tag die wichtigsten Neuigkeiten aus ihrem Leben...

Während die Dänin Lone Scherfig die Regie übernahm, schrieb der Brite David Nicholls das Drehbuch für den Film, der 2011 erschien. Kein Zufall, schließlich hatte der Autor schon die gleichnamige Buchvorlage verfasst, die zum Millionen-Seller wurde...

Die Story

Nachdem sie 1988 Freundschaft geschlossen haben, schildert das Buch die Geschichte von Dexters und Emmas Leben und die Beziehung zueinander - und zwar kapitelweise immer am 15. Juli, für 20 Jahre. Und in dieser Zeit passiert mit den beiden einiges: Emma, die aus einfachen Verhältnissen stammt und Schriftstellerin werden will, landet zunächst als Kellnerin in einem billigen Restaurant. Später soll es mit ihr beruflich aber doch noch bergauf gehen. Ganz anders lebt Dexter, der reiche Draufgänger aus der Oberschicht: Er reist um die Welt, feiert mit viel Alkohol, Drogen und Frauen und wird zum erfolgreichen Fernsehmoderator - ein Job mit Ablaufdatum...

Auch die Liebesgeschichten der beiden sind natürlich ein wichtiges Thema: Es gibt Affären, Hochzeit, Scheidung und Dexter wird Vater. Im Stillen sind die beiden aber immer voneinander angezogen. Mit Happy End? Zwischenzeitlich.

Erfolgreiches Werk

Das Buch erschien 2009 und wurde schnell zum Nummer-eins-Bestseller. Der "Guardian" urteilte, es sei nicht nur "lustig, sondern auch denkwürdig, bewegend und in seiner eigenen bescheidenen Art, sehr tiefgreifend". "The Times" schrieb, es sei ein "wundervolles" Buch: "klug, lustig, scharfsinnig, mitfühlend und oft unerträglich traurig". Es sei mit seinem subtilen politischen Blickwinkel auf veränderte Gewohnheiten und Sitten der beste britische Gesellschaftsroman seit Jonathan Coes "What a Carve Up!" ("Allein mit Shirley").

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